Gounod: Faust

Wiener Staatsoper 2.2. 2012

Dirigent: Alain Altinoglu
Regie: Stephane Roche
Le Docteur Faust: Jonas Kaufmann
Méphistophélès: Albert Dohmen
Valentin: Adrian Eröd
Marguerite: Inva Mula

Faust (1859) ist das bekannteste Werk des Franzosen Charles Gounod. Ein spannendes Projekt, das als „urdeutsch“ geltendes Stück als französische Oper auf die Bühne zu bringen. Zumal er sogar patriotische Soldatenchöre integriert. Wie im jüngsten Faust-Film, konzentriert sich auch Gounod vor allem auf die Gretchen-Tragödie. Das ist insofern erstaunlich als der Komponist Philosophie und Theologie studierte, ihm also der intellektuelle Gehalt des Stücks eigentlich interessiert haben müsste.

Musikalisch erinnert die Oper an italienisches Belcanto: Eine schöne Melodie jagt die nächste. Lange Arien, Ensembles und Chorszenen sind sehr auf Effekt arrangiert. Das Ergebnis ist ein kulinarisch ergiebiger Opernabend, speziell wenn die Aufführung auf musikalisch so erfreulichem Niveau gegeben wird, wie in diesem Fall. Die Inszenierung war (dem Bühnenbild nach) modern, allerdings ohne irgendwelche Akzente zu setzen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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