Ausstellungen in Wien

Liechtenstein Museum 31.5

Bruegel, Rubens, Jordaens…
Meisterwerke europäischer Malerei aus der Hohenbuchauch Collection

Ägypten für Daheimgebliebene. Norbert Bittners Phantasien vom Land am Nil aus der Zeit des Biedermeier

Nach dem Besuch der Strudlhofstiege ging ich spontan nach längerer Zeit wieder ins Palais Liechtenstein, wo im Moment zwei Ausstellungen zu sehen sind. Die erste zeigt eine erstklassige Sammlung mit Gemälden aus dem 17. Jahrhundert, wobei alle Genres vertreten sind. Die Hängung ist sehr dicht (mehrreihig) und man muss die Bilder anhand von Erläuterungstafeln identifizieren, was museumsdidaktisch sicher nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Angesichts der Vielzahl guter Bilder, nahm ich das aber gerne in Kauf. (Bis 2o.9.)

In der Bibliothek des Palais kann man die Aquarellserie des Norbert Bittner über Ägypten bewundern. Dass Bittner nie selbst in Ägypten war, sondern seine fiktive Bilderreise aus den gängigen Bildquellen seiner Zeit zusammenstellte, gibt dem Ganzen eine pikante Note. Das Bibliotheksambiente ist ein sehr eindrucksvoller Rahmen für die Ausstellung. (Bis 20.9.)

Kunsthistorisches Museum 2.6.

Dürer – Cranach – Holbein
Die Entdeckung des Menschen: Das deutsche Porträt um 1500

Die Geschichte des Portraits fand ich nicht nur kunsthistorisch immer schon faszinierend, sondern auch „anthroplogisch“. Verrät es doch, trotz aller Konventionen, viel darüber, wie sich Menschen in der Vergangenheit selbst sahen und gesehen werden wollten. Die neue Schau im KHM bietet dem Betrachter nun die Möglichkeit, sich umfassend über den Beginn der neuzeitlichen Porträtkunst in Deutschland zur Dürerzeit zu informieren. Zusätzlich zu vielen Bildern aus dem Haus wurden hochwertige Leihgaben u.a. aus Berlin und London eingeflogen. Zu sehen, wie die formalisierten Darstellungen des Spätmittelalters durch „lebendige“ Menschen abgelöst werden, ist sehr erhellend. (Bis 4.9.)

Wien Museum 3.6.

Der Dombau von St. Stephan –
Die Originalpläne aus dem Mittelalter

Im Haus am Karlsplatz ist eine sehr instruktive Schau dem Wiener Stephansdom gewidmet. Zu sehen sind nicht nur viele Originalpläne der damaligen Baumeister, sondern die einzelnen Stationen geben einen ausführlichen Einblick in das „Projekt“ Dombau. Wer waren die Auftragsgeber? Wie wurde der Bau finanziert? Wie war die Baustelle organisiert? etc.
Zusätzlich haben die Kuratoren Ansichten der Kathedrale zusammengetragen, von alten Gemälden bis hin zu neuen Souvenirs. Für an Wien Interessierte ein Pflichttermin. (Bis 21.8.)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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