Michelangelo & Picasso

Albertina 3.1.

Die Albertina setzt vor allem auf Blockbuster. Im Moment sind dort gleichzeitig eine Michelangelo- und eine Picasso-Ausstellung zu sehen. Michelangelo allerdings nur noch bis zum 9. Januar. Hier sind mehr als 100 Zeichnungen ausgestellt, darunter auch prominente Leihgaben, etwa aus den Uffizien. Überwiegend sind diese nach den Werken gegliedert für die sie Studien darstellen: Die Schlacht von Cascina, Die Sixtinische Kapelle usw. Das ist durchaus spannend und gibt dem kunstgeschichtlich Interessierten die Gelegenheit zu eingehenderen Studien. Man müßte sich die Zeichnungen freilich in mehreren Tranchen ansehen, Dutzende Zeichnungen auf einmal sind angesichts der Aufmerksamkeit, welche diese filigrane Kunstform erfordert, zu viel auf einmal.

Die Picasso-Schau ist Frieden und Freiheit betitelt (bis 16.1.) und setzt sich mit der politischen (also vor allem pazifistischen) Seite seiner Bilder auseinandern. Das ist zwar biographisch und kunstgeschichtlich durchaus spannend. Persönlich kann ich mit dem zum Teil sehr schnell gepinselten Spätwerk Picassos ästhetisch nur wenig anfangen. Zu sehen sind auch ausführliche biographische Tafeln und viele Plakate der Friedensbewegung an deren Gestaltung Picasso mitwirkte.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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