James Cleugh

Die Medici. Macht und Glanz einer europäischen Familie (Serie Piper, Restposten)

Als Vorbereitung meiner Toskana-Reise im Mai las ich auch James Cleughs Sammelbiographie über die Familie Medici. Das Buch setzt Ende des 13. Jahrhunderts ein und endet Mitte des 18. Jahrhunderts. Wobei der Schwerpunkt selbstverständlich auf der Renaissance liegt. Nach 500 eng bedruckten Seiten mit vielen Abbildung (leider alle schwarz-weiß), ist man gut informiert. Aber man legt die Monographie ohne Abschiedsschmerz aus der Hand. Cleugh gibt seinen gewaltigen Stoff solide und wohlgeordnet wieder. Ohne Zweifel beherrscht er das Metier des Sachbuchautors. Allerdings wird einem nichts darüber hinaus geboten. Weder reflektiert er die Historiographie, deren Teil er ist, noch stößt man auf stilistische Glanzleistungen. Kurz, es ist eine denkbar uninspirierte Angelegenheit. Trotzdem hat mich Cleugh mit einem umfassenden historischen Wissen für meine Reise ausgestattet, so dass ich von der Lektüre nicht abraten will.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets