Bernhard: Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen

Berliner Ensemble im Akademietheater 11.4.

Hermann Beil
Claus Peymann
Judith Strößenreuter

Das Wiener Theaterpublikum ist anhänglich. Als Peymann zum ersten Mal die Bühne betrat, gab es spontan Szenenapplaus und auch am Ende dieses amüsanten Abends gab es viel Beifall. Das ideale Gastspiel also für Theaternostaliker. Thomas Bernhard schrieb drei Dramolette für Claus Peymann. Dieser spielt sich in der Inszenierung passenderweise selbst, und ich verkneife mir jetzt einen kunstontologischen Exkurs über den Status der Figur auf der Bühne. Der Dramaturg Hermann Beil spielt sich ebenfalls selbst und das Bühnenbild ist selbstverständlich von Karl Ernst-Herrmann. Kurz, das ehemalige Erfolgsgespann ist wieder da.

Die Dramolette sind von witziger Schärfe und angereichert mit viel Selbstironie. Die beiden Laienschauspieler machen ihre Sache exzellent. Wer die Gelegenheit hat, es sich in Wien oder Berlin anzusehen, sollte sich das nicht entgehen lassen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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