Montaigne

Von der Kunst, das Leben zu lieben (Büchergilde Gutenberg)

Über meinen Favoriten Montaigne schrieb ich an dieser Stelle schon einiges. Er zählt zu den Klassikern, die ich immer wieder lese. Erst wollte ich erneut zu einigen seiner Essais greifen, entschied mich dann aber für diese Auswahlausgabe von Hans Stilett.

Das Buch enthält nach Themen geordnete Auszüge aus den Essais und aus den Reiseberichten. Der Vorteil dieses Konzeptes ist, dass dem Leser in konzentrierter Dosis Montaignes Brillanz vermittelt wird. Der Nachteil ist aber schwerwiegend: Kennt man die Essais nicht, bekommt man keinen Eindruck von der formalen und intellektuellen Struktur des Werks. Montaignes Kunst der philososphischen Selbst- und Fremderforschung benötigt zum Funktionieren den langen Atem seines Hauptwerks. In dem Auswahlkondensat bleibt von diesem Prozess nichts übrig. Wer es als Einstiegslektüre nutzen will, der sollte sich unbedingt danach mit dem Gesamtwerk beschäftigen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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