Thomas Bernhard und Siegfried Unseld

Burgtheater 8.1.

Der Suhrkamp Verlag stellte gestern im Burgtheater den im Dezember veröffentlichten Briefwechsel zwischen Autor und Verleger vor. Der Abend startete mit einer Einführung des Lektors Raimund Fellinger. Es sei an dieser Stelle diplomatisch angemerkt, dass Lektoren nicht notwendigerweise rhetorisch fesselnde Vorträge auf Theaterbühnen halten. Es folgte mit einer weiteren, deutlich prägnanteren Einführung Martin Huber, Mitherausgeber und Leiter des Thomas-Bernhard-Archivs.

Im Zentrum des Abends stand freilich die szenische Lesung aus dem Briefwechsel. Gert Voss las Unseld und Peter Simonischek Bernhard. Sie konnten angesichts des Umfangs der Korrespondenz nur einen kleinen Teil zu Gehör bringen, nämlich 30 von 524 Briefen. Diese waren aber plausibel ausgewählt, nicht zuletzt in Hinblick auf ihren Unterhaltungswert. Ein vergnüglicher Abend, an dem naturgemäß die gesamte Bernhard-Gemeinde des Landes teilnahm.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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