New York Big City & Zauber der Ferne

Street Photography & Imaginäre Reisen im 19. Jahrhundert
Wien Museum 21.3.

Seit Wolfgang Kos das Wien Museum übernommen hat, gibt es dort regelmäßig sehr interessante Ausstellungen. Im Moment sind es gleich zwei: Eine Fotographie-Ausstellung über New York und eine kulturgeschichtliche Ausstellung über „virtuelles“ Reisen im vorletzten Jahrhundert.

New York Fotos! Viele davon sind Ikonen geworden. „Big City“ versucht einen Überblick über die Entwicklung dieses Genres zu geben, von den vierziger bis in die frühen achtziger Jahre, von Walker Evans bis Helen Levitt. Die Fotos sind alle sehr sehenswert und konzentrieren sich auf diejenigen New Yorker, die nicht in der Park Avenue wohnen. Man bekommt ebenfalls einen guten Eindruck, wie sich die Fotographie ästhetisch über die Jahrzehnte entwickelte, bis hin zu formalen Experimenten. Die Avantgarde ist allerdings nicht vertreten. Besonders beeindruckend fand ich die Portraits von Charles Traub, von denen eine Auswahl hier zu sehen ist.  Den einzigen Vorwurf, den man dem Kurator Gilles Mora machen könnte: Es hätten gerne mehr Fotos sein können.

Im Erdgeschoß findet sich eine ebenso kuriose wie spannende Schau über imaginäre Reisen. Wie wurden die Wiener des 19. Jahrhunderts mit Informationen über ferne Länder versorgt? Diese Ausstellung versucht eine Antwort darauf zu geben. Man sieht sowohl die technischen Möglichkeiten (Laterna Magica, Guckkästen) als auch Bilder, Filme, Plakate und vieles mehr zum Thema. Sehr originell und absolut empfehlenswert. Allerdings nur noch bis zum 29.3. zu sehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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