Peter Handke: Die Unvernünftigen sterben aus

Akademietheater 10.9.
Regie: Friederike Heller
Hermann Quitt: Philipp Hochmair
Hans, sein Vertrauter: Hermann Scheidleder
Franz Kilb, Kleinaktionär: Michael Tregor
Harald von Wullnow, Unternehmer: Rudolf Melichar
Berthold Koerber-Kent, Unternehmer: Jörg Ratjen
Karl-Heinz Lutz, Unternehmer: Markus Meyer
Paula Tax, Unternehmerin: Dorothee Hartinger
Quitts Frau: Sachiko Hara

Es ist keine originelle Meinung, den frühen, experimentierfreudigen Handke dem späten raunenden vorzuziehen. Diese Stück aus dem Jahre 1973 bestätigt dieses Urteil aber einmal mehr. Handke bringt einen Unternehmer auf die Bühne, der eine Absprache mit seinen Konkurrenten in Sachen Marktaufteilung eingeht, seine Mitbewerber und Freunde danach aber trotzdem in den Ruin treibt. Das wird mit einigem Wortwitz auf die Bühne gebracht.

Friedericke Heller entschied sich für ein abstraktes Bühnenbild mit Plexiglas-Wänden, das durchaus an moderne Büros erinnert, und durch Projektionen von urbanen Landschaften ergänzt wird. Wie schon ihre letzte Arbeit am Akademietheater, Handkes „Untertagblues“, setzt sie Mikrophone gezielt zur Verstärkung ein und arbeitet mit sorgfältig arrangierten Figurenensembles.

An der schauspielerischen gibt es ebensowenig wie an der inszenatorischen Leistung auszusetzen: eine Empfehlung also.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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