Joseph Kesselring: Arsen und Spitzenhäubchen

Akademietheater 15.6.
Regie: Barbara Frey
Abby Brewster: Kirsten Dene
Marthe Brewster, ihre Schwester: Libgart Schwarz
Teddy Brewster, deren Neffe: Urs Hefti
Mortimer Brewster, deren Neffe: Michael Maertens
Jonathan Brewster, deren Neffe: Peter Simonischek

Die Kritik überschlug sich nach der Premiere mit Lob. Selbst die NZZ war ganz aus dem Häuschen. Als Begründung musste neben der doppelbödigen Inszenierung natürlich die schauspielersche Leistung herhalten. Die Namen oben zeigen die erstklassige Besetzung.

Was aber hilft alle handwerkliche Perfektion, wenn diese am falschen Objekt ausgeübt wird? Kesselrings Komödie reduziert Theater auf die Produktion von gelungenen Pointen, angereichert mit etwas Tiefsinn. Das ist für Theater als Kunstform viel zu wenig. Es gibt in Wien genügend Boulevardbühnen. Für die Inszenierung derart seichter Kost braucht man nicht die Ressourcen des Burgtheaters verschwenden.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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