Museum der Moderne Salzburg

20.5.2006

Seit Oktober 2004 gibt es das neue Museum auf dem Mönchsberg. Letztes Wochenende hatte ich erstmals Gelegenheit, es mir in Ruhe anzusehen. Generell sind natürlich alle Bemühungen erstrebenswert, die kulturkonservativen Salzburger mit moderner Ästhetik vertraut zu machen. Der Streit um die neue Mozart Skulptur des Markus Lüpertz‘ führte die festverwurzelte Provinzialität wieder aller Welt vor Augen. Mozart wird in Salzburg ausschließlich als Lizenz zum Gelddrucken verstanden. Man sollte einmal Mozarts maliziöse Briefe über Salzburg und dessen Bewohner im öffentlichen Raum aufstellen.

Das neue Museum vermeidet den größten architektonischen Fehler, der auf dem Mönchsberg möglich wäre: Die spektakuläre Aussicht tritt nicht in Konkurrenz zu den gezeigten Werken. Der karge Betonbau lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters direkt auf die Kunst. Derzeit ist die Sammlung Lenz Schönberg zu sehen, welche der Künstergruppe Zero gewidment ist, die 1957 gegründet wurde. Klare Formen und Monochromie dominieren deren Darstellungen.

Witzig die gezeigten Werke des Erwin Wurm, der sich ironisch mit der Philosophie auseinandersetzt: „adorno was wrong with his ideas about art“ heißt seine Installation. Dazu gibt es hintergründige Zeichnungen und Videokunst des Künstlers zu sehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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