Thomas Bernhard: Ein Kind [2.]

Werkausgabe Band 10 (Suhrkamp) bzw Amazon Partnerlink: Residenz Verlag

Der fünfte und letzte Text der Autobiographie durchbricht die bisherige Chronologie und präsentiert uns den achtjährigen Thomas Bernhard. Es ist frappierend, wie authentisch die Lebenswelt des Kindes dargestellt wird. Die brutalen Erziehungsmethoden in Schule und Elternhaus kommen nicht zu kurz, weshalb man die Erzählung dem Genre der kritischen Schullektüre zurechnen kann.

Mit psychologischer Eindringlichkeit schildert Bernhard die ersten Bildungserlebnisse des Jungen, für die wieder sein geschätzter Großvater verantwortlich ist. Bernhards autobiographische Erzählungen gehören sicher zum besten dieser Art, was das 20. Jahrhundert literarisch hervorgebracht hat.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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