Benjamin Britten: Peter Grimes

Staatsoper 11.3.
Regie: Christine Mielitz
Dirigentin: Simone Young
Peter Grimes: Gabriel Sadé
Ellen Orford: Melanie Diener

Als ich am Freitag routinemäßig in die Oper ging und eine routinemäßige Aufführung erwartete, war die Verblüffung groß als es ein großartiger Opernabend wurde. So musikalisch inspiriert erlebte ich das Wiener Staatsopernorchester schon lange nicht mehr. Vielleicht lag es ja daran, dass dieser Männermusikantenbund von einer Frau dirigiert wurde und sich niemand eine Blöße geben wollte?

„Peter Grimes“ kannte ich bisher nur flüchtig. Es dürfte aber auch kunstspartenübergreifend wenige Werke geben, die Verzweiflung und Trostlosigkeit ästhetisch so überzeugend umsetzen. Man kann es förmlich hören, dass dieses Werk am Ende des zweiten Weltkriegs komponiert wurde. Sadés sang Grimes emotional höchst ergreifend. Die Inszenierung war für Staatsopernverhältnisse erfreulich staublos. Tolle Leistung aller Beteiligten.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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