Peter Handke: Untertagblues. Ein Stationendrama

Akademietheater 13.10.04
Ein wilder Mann: Philipp Hochmair
Eine wilde Frau: Bibiana Zeller
Regie: Friederike Heller

Die Wiener Premiere erfolgte kurz nach der Uraufführung des Stücks durch Claus Peymann in Berlin. Dessen hyperrealistische Inszenierung stieß auf wenig positive Resonanz. Friederike Heller wählte – glücklicherweise! – eine abstraktere Vorgehensweise. Regieanweisungen und Stationen wurden auf den Vorhang projeziert. In Szene setzte sie den Text als eine Art Fortsetzung von Handkes berühmter Publikumsbeschimpfung. Allerdings ist „Untertageblues“ formal deutlich zahmer angelegt. Trotz der Tiraden bleibt das Werk vergleichsweise leicht konsumierbar. Bühnentauglichkeit muss man ihm freilich bescheinigen.

In Kombination mit der intelligenten Inszenierung und einem teilweise fulminanten Philipp Hochmair ergibt das einen sehr erfreulichen Theaterabend.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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