Brecht/Weil: Die Dreigroschenoper

Theater in der Josefstadt 2.10.04
Regie: Hans Gratzer, Hanspeter Horner
Musikalische Leitung: Michael Rüggeberg
Mackie Messer: Herbert Föttinger
Polly: Chris Pichler
Peachum: Erich Schleyer
Brown: Martin Zauner

Grundsätzlich eine akzeptable Inszenierung. Allerdings mit der nicht unwesentlichen Einschränkung, dass die gesanglichen Talente im Ensemble – wie so vieles auf der Welt – höchst ungerecht verteilt sind. Während Herbert Föttinger einen ausdrucksstarken Mackie Messer gab, waren die stimmlichen Möglichkeiten nicht nur von Chris Pichler von Polly schnell erschöpft. Schauspielerisch war der Abend um Welten besser als musikalisch.

Was Brecht angeht, finde ich seinen ästhetischen Ansatz von Jahr zu Jahr seltsamer. Für die „Wissenden“ ist diese Art der Gesellschaftskritik ärgerlich simplifizierend. Auf der anderen Seite zu glauben, dass sie bei den „Unwissenden“ größere Erkenntnisschübe auslösen könne, ist dagegen hochgradig naiv.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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