Platon über postmoderne “Philosophen”

[…] infolge davon, daß sie bei ihrem Forschen nach der Natur der Dinge sich ewig im Kreise herumdrehen, wird es ihnen schwindelig, und da kommt es ihnen denn so vor, als ob die Dinge selbst sich drehten und schlechtweg in Bewegung seien. Den Grund für diese Auffassung suchen sie aber nicht in der Beschaffenheit ihres eigenen Inneren, sondern finden ihn in der Natur der Dinge selbst, in der Annahme nämlich, es gebe nichts Bleibendes und Beharrendes, sondern alles fließe und bewege sich und sei unausgesetzt in einem Zustande des Hin- und Hertreibens und des Werdens. [Kratylos 411C]

Denn vollständig im Geiste ihrer Schriften ist ihr ganzes Wesen Bewegung; ihre Unfähigkeit bei der Sache und der Frage zu verweilen und ruhig mit Antwort und Frage zu wechseln, liegt noch unter dem Nullpunkt. [Theätet 179C]

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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