China Now

Filmcasino Filmfestival (Programm als pdf)

Das Filmcasino stellte eine Woche lang aktuelle Filme aus China vor. Vier davon habe ich mir angesehen. Die Spannbreite reichte von melancholischen Liebesfilmen mit ethnologischen Schwerpunkt bis hin zum formal gekonnt gemachten, im urbanen Milieu spielenden Episodenfilm mit mehreren Zeitebenen. Dokumentarfilme zeigte man ebenfalls.

Die aufgegriffenen Themen sind durchaus heikel, allerdings nie direkt gegen das politische Establishment gerichtet, wohl aber gegen die Bürokratie vor Ort. Ein Film zeigte offen die Korruption in der Polizei. Eines der heißesten Eisen in China scheint die große kulturelle Kluft zwischen dem bäuerlichen Leben auf dem Dorf und dem „westlichen“ Leben im Einzugsgebiet der großen Städte zu sein. Das Urbane wird mit utopischer Bedeutung aufgeladen. Auffallend auch, welche große Rolle Geld in einer von Kommunisten regierten Gesellschaft spielt. Visuell wurden sowohl Stadtansichten als auch Landschaften immer wieder fulminant in Szene gesetzt. Habe die Filme allerdings mehr auf ihren „Informationswert“ denn auf ihre ästhetischen Qualitäten hin angesehen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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