Giorgione. Mythos und Enigma

Kunsthistorisches Museum 12.4.

Ausstellungskatalog (Amazon Partnerlink), Pressetext

Es gibt ja – entgegen zahlreicher populärer und gelehrter Vorurteile – eine Reihe von Kriterien, um ästhetische Qualität zu beurteilen. Wenn beispielsweise Hermeneutiker heftig zu streiten beginnen, wie ein Werk nun richtig interpretiert werden muss, zeigt das nicht nur, dass die Betreffenden wenig Ahnung vom polyvalenten Wesen der Kunst (Literatur, Musik) haben, sondern deutet in der Regel auf spannende ästhetische Eigenschaften hin.

Giorgones Werke etwa werden höchst kontrovers gedeutet, so als sei ein Künstler von vorneherein verpflichtet nach den gängigen historischen Schablonen zu malen. Dass der mit zweiunddreißig Jahren verstorbene Maler dies ziemlich konsquent verweigert, kann man sich in einer hochkarätigen kleinen Ausstellung im Kunsthistorischen Museum ansehen. Erstmals ist dort auch „La Tempesta“ außerhalb Venedigs zu sehen, eine in nicht nur farblich ausgesprochen spannende Komposition.

Wer sich für kunsthistorische Methodologie interessiert, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Es sind enige Infrarot und Röntgenaufnahmen ausgestellter Bilder zu sehen, so dass man auch als Laie die Bildentstehung bzw. Übermalungen genau verfolgen kann. So auch bei einem meiner Lieblingsbilder, den drei Philosophen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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