Lobenswert Urbanes :-)

Die Natur, die nicht durch die Kunst hindurchgegangen ist, die natürliche Natur voller Fliegen, Mücken, Moder, Ratten und Kakerlaken ist unvereinbar mit raffinierten Vergnügen wie der körperlichen Hygiene und der Eleganz der Kleidung. (…) Wenn das, was Sie die „Pest der Verstädterung“ nennen, sich unaufhaltsam ausbreiten und sämtliche Wiesen der Welt verschlingen würde, wenn der Erdball sich eruptiv mit Wolkenkratzern, metallischen Brücken, asphaltierten Straßen, künstlichen Seen und Parks, gepflasterten Plätzen und unterirdischen Parkhäusern überziehen, ja der ganz Planet sich mit Beton und Stahlträgern bedecken würde und am Ende aus einer einzigen, runden, endlosen Stadt bestünde (allerdings voller Buchhandlungen, Galerien, Bibliotheken, Restaurants, Museen und Cafes), dann würde der Unterzeichnende, homo urbanus bis ins Mark, diese Entwicklung begrüßen.

(Mario Vargas Llosa: Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto, Suhrkamp TB, S. 50)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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