Balzac: Ein Junggesellenheim

Ein selbst für Balzacs Verhältnisse ungewöhnlich inhaltsreicher Roman, dessen erste Hälfte in Paris und dessen zweite in einer Provinzstadt spielt, wo nicht nur ehemalige Offiziere der napoleonischen Armee ihr Unwesen treiben, sondern auch eine fulminant geschilderte Erbschaftsintrige im Gang ist.

Balzac zieht hier so gekonnt sämtliche epischen Register, dass man ihm seine bekannten Schwächen – das Balancieren auf der Grenze zur Kolportage an manchen Stellen – gerne nachsieht. Der Protagonist Philippe Bridau gehört jedenfalls in die Ehrenliga der Bösewichte der Weltliteratur.

Balzac: Ein Junggesellenheim (Insel Taschenbuch)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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