A.R. Gurney: Love Letters

Burgtheater 23.10.
Ursula Lingens
Michael Heltau

Ein ungewöhnliches Stück, eine Art Briefroman für die Bühne, auf der sich nur zwei Personen vor dem Vorhang befinden, die abwechselnd ihren lebenslangen Briefwechsel vorlesen. Angefangen von den ersten kindlichen Nachrichten bis zum Tod von Melissa, die im Gegensatz zum erfolgreichen Andy als Künstlerin am Alkohol zu Grunde geht. Das ergibt einen (im besten Sinn) unterhaltsamen Theaterabend, der einen die ab und zu etwas durchsichtige Konstruktion der Figurenkonstellation vergessen lässt.

Stutzig machte mich, dass mir das Stück plötzlich bekannt vorkam. Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass ich es schon einmal an einem kleinen Theater in Salzburg gesehen hatte, und es mir damals ebenfalls gut gefiel. Warum also hatte ich es komplett vergessen? Vielleicht ist es doch zu oberflächlich, um längerer Spuren zu hinterlassen…

Im Anschluss an die Vorstellung, durfte ich Zeugnis eines echt wienerischen Ereignisses werden: Das Burgtheater feierte sich selbst. Michael Heltau wurde die Ehrenmitgliedschaft des Burgtheaters verliehen. Klaus Bachler, Morak (der in letzter Zeit vor allem durch sein Lob von Dorftheatern auffiel) u.a. hielten Reden, wobei jeder jeden lobte, nicht zuletzt die Schauspieler das Publikum und umgekehrt.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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