Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen

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Es sollte wirklich keinen Nobelpreis benötigen, um diesen Roman zu lesen. Gekauft hatte ich das Buch bereits vor mehreren Jahren…

Soweit man das nach einen einzigen Buch beurteilen kann, scheint Kertész kein unwürdiger Nobelpreisträger zu sein. Aus ästhetischer Perspektive ist eines der schwierigsten Probleme, zu einem Stoff eine adäquate Form zu finden. Ein heikleres literarisches Thema als der Holocaust, dürfte kaum existieren. Der Kunstgriff Kertész‘, seinen Roman aus der (gar nicht so) naiven Perspektive eines fünfzehnjährigen Jungen zu erzählen, der seine Eindrücke ziemlich unbedarft schildert, löst diese (für manche unüberwindliche Schwierigkeit) sehr souverän.

Auf den Leser wirkt das Buch viel ergreifender als potenzielle Alternativen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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