Dostojewskij: Verbrechen und Strafe. Roman

Fischer TB (Amazon Partnerlink)

Es dürfte etwa 12 Jahre her sein als ich diesen Roman erstmals las und die erneute Lektüre zeigte zumindest eines: Das Lesegedächtnis ist trügerisch. In meiner Erinnerung war der Roman monumentaler, die Auseinandersetzung von Raskolnikow und Petrowitsch deutlich umfangreicher, während der “showdown” der beiden sich im wesentlichen auf zwei große Begegnungen beschränkt.

Mein Urteil bleibt allerdings dasselbe, der Roman wird berechtigterweise zu den besten der Weltliteratur gezählt. Dostojewskijs Hang zur Sentimentalität fiel mehr etwas unangenehmer auf als beim ersten Mal, seine psychologische Darstellungskunst finde ich immer noch frappierend.

Gespannt war ich besonders auf die vielgelobte Übersetzung von Swetlana Geier. Sie hat hier sicher Bleibendes geleistet, allerdings bin ich kein Freund davon, deutsche Dialekte zu verwenden, um fremde Idiome auszudrücken. Ab und zu “berlinert” es, nicht sehr oft, hier wäre mir eine “künstliche” Umgangssprache bzw. ein Kunstdialekt adäquater erschienen.

Flattr this!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Flattr

Wer mag, kann die Notizen durch "flattern" unterstützen.

Aktuell in Arbeit