António Lobo Antunes: Reigen der Verdammten

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„Das Handbuch der Inquisitoren“, mein erster Roman von Antunes, steckte die Erwartungen hoch. Sein innovatives, bildmächtiges, dichtes Erzählen war eine Entdeckung. Der „Reigen der Verdammten“ enttäuschte nicht, auch wenn er etwas weniger abgerundet als das später erschienene Werk anmutet.

Lesemüde Kritiker, die an ein Buch nicht mehr Ansprüche stellen als an einen durchschnittlichen Hollywood-Film, und ständig lamentierend „Unterhaltsamkeit“ einfordern, werden von Antunes erfreulicherweise ignoriert. Warum sollte er auch auf die ästhetischen Mittel der modernen Erzählkunst verzichten? Der literarischen „Unterhaltungswert“ erreicht dadurch Höhen, die sanft-realistisches Dahinplätschern kaum je erreichen wird. Naturgemäß muss von Antunes alles gelesen werden :-)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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