Reinhold Bichler / Robert Rollinger: Herodot

Wissenschaftliche Buchgesellschaft

Diese empfehlenswerte Einführung gliedert sich in einen von Bichler verfassten Darstellungsteil, dem ein von Robert Rollinger verfasster Forschungsteil folgt. Im Mittelpunkt der ersten Hälfte werden die Historien nach verschiedenen systematischen Gesichtspunkten analysiert, etwa nach Raum und Zeit, kulturtheoretischen Gesichtspunkten oder anhand einzelner Herrscherfiguren.

Der Forschungsteil bietet eine knappe Rezeptions- und Forschungsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Man erhält so einen instruktiven Überblick über die wichtigsten Probleme.
Kritisch anzumerken wäre, dass der geistesgeschichtliche Aspekt zu kurz kommt, offenbar spielt diese Fragestellung bei den Herodot-Gelehrten nur eine Randrolle. Sonst ist das Buch ein zuverlässiger Begleiter bei der Lektüre der Historien.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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