Triviale Gegenwartsliteratur

Eine erfrischende Polemik (Titel: Wenn Literatur zum Geschwätz verkommt) gegen zeitgenössische literarische Belanglosigkeiten & deren Lob durch Teile der Literaturkritik von Dorothea Dieckmann. Über Rainald Goetz schreibt sie beispielsweise sehr treffend:

[…] nachdem ein Provokateur dort vor Jahren ein Attentat auf seine eigene Stirn inszenierte; das Blut war echt, aber das Brett davor war festgeschraubt, und später verkaufte er im Internet Tagebücher als „Literatur“. Literatur in Anführungszeichen – denn solches Schreiben kostet keine Überwindung. Es kommt nicht aus dem Schweigen, sondern ist Teil des Geschwätzes, und nichts deutet darin auf die Anstrengung, ein durch die Gesellschaft auferlegtes Schweigen zu brechen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets