Oscar Wilde: Ein idealer Gatte

Theater in der Josefstadt am 16. November 2001
Michael Dangl, Peter Scholz, Franz Robert Wagner u.a.
Regie: Michael Gampe

Die Josefstadt macht gediegenes und deshalb manchmal langweiliges Theater. Von Langeweile konnte in diesem Fall jedoch nicht die Rede sein, dafür sorgten die in bekannter Manier geistreichen Dialoge Wildes. Ich bezweifle allerdings, ob eine Aneinanderreihung treffender Aphorismen hinreichend für eine gute Komödie ist.

Die ersten drei Akte brachten die Haupt- samt einigen Nebenintrigen auf die Bühne, handwerklich vom Autor durchaus geschickt gemacht. Der vierte Akt jedoch uferte in ein peinlich-sentimentales Happy End aus, so dass man sich frägt, wie es zu diesem Niveauabfall kommen konnte. Offenbar wurde das Stück lieblos zu Ende geschrieben. Ein alles in allem eher überflüssiger Theaterabend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets