Wagner: Tannhäuser-Ouvertüre

Meistersinger-Vorspiel zum 3. Akt
Schostakowitsch: Symphonie Nr. 8
Wiener Musikverein 28. September
Marinskij Orchester
Dirigent: Valery Gergjev

Die beiden Wagner-Stücke spielten die Russen wohltuend unpathetisch und ziemlich präzise (Bläser!). Schostakowitschs Achte wurde leider in einer ähnlichen Manier interpretiert: sehr getragen. Nun ist das dämonisch-pathetische ein nicht unwesentlicher Bestandteil dieses Orchesterwerks. Der Verzicht darauf zeitigte hier vor allem eine Konsequenz, nämlich Langeweile, speziell bei den langsameren Passagen im vierten und fünften Satz.

Gergiev nutze die klanglichen Möglichkeiten des Marinskij Orchesters nur teilweise aus, die zahlreichen notwendigen und hervorragend bewältigten schwierigen Soloeinsätze machten das schmerzlich hörbar.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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