Wagner in Wien (2)

Das Rheingold
Staatsoper 23.9. 2001

Wotan: Alan Held
Loge: Christian Franz
Alberich: Georg Tichy
Mime: Ernst-Dieter Suttheimer
Fricka: Margareta Hintermeier
Erda: Marjana Lipovsek
Orchester der Wiener Staatsoper
Inszenierung: Adolf Dresen
Musikalische Leitung: Jun Märkl

Im Gegensatz zum Orchester der Volksoper ist der Klangkörper der Staatsoper seit Jahrzehnten mit Wagner vertraut, das Ergebnis ist denn auch entsprechend beeindruckend. Märkl läßt Dissonanzen besonders hörbar hervortreten, was einen frischen Wagnerklang ergibt.

Die erstklassigen gesanglichen Qualitäten sind homogener als bei der gestrigen Aufführung, Ausrutscher nach unten gibt es nicht. Die szenische Darbietung ist jedoch ein Trauerspiel, von überzeugenden Regieideen keine Spur, deshalb erstaunt es, dass diese Inzensierung bereits seit 1992 auf dem Programm steht.

Angesichts des teilweise auffällig unruhigen Publikums verstehe ich Ludwig II. immer besser: An seiner Stelle hätte ich mir Wagner-Aufführungen ebenfalls alleine angehört :-)

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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