Hayden Pelliccia: Was Jason a Hero?

The New York Review of Books 12/2001

Die Neuübersetzung der „Argonautika“ des Apollonius Rhodios durch Peter Green (University of California Press) ist für Pelliccia ein willkommener Anlass* um mehrere Dinge klar zu stellen. Green interpretiere das Epos in weiten Teilen falsch, wenn er die klassische Tradition antiker Epen für seine Deutung ins Zentrum rücke. Der Rezensent kann das mit einer Reihe von plausiblen Argumenten belegen.

Amüsant ist seine Kritik an dem Epos, sie liest sich wie der Verriss eines gerade erschienenen Buchs, wobei selbstverständlich Kriterien der antiken Ästhetik und Literaturtheorie zur Beurteilung herangezogen werden.

Eine kleine Kostprobe:

There is little suspense, and very little sense that a plot is being advanced. Characters do not evolve, which in hindsight is unsurprising, given that almost nothing has been done to establish them in the first place. Changing the order of episodes around could often be done without much impact of the whole. In short, Apollonius has found in or made out of the traditional materials of the fleece story just the kind of loose, commodious, episodoc structure that Aristotle condemned and his own contemporary Callimachus embraced, using it for his own long poem „Aetia“.

* Die Rezension ist im kostenpflichtigen Archiv der NYRB.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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