Bücherherbst (10): Rowohlt

Der Versuch von Holzbrinck, Rowohlt als angesehenen Verlag zu ruinieren, indem für diese Branche atypische Gewinnspannen eingefordert werden, zeitigt erste Ergebnisse: Ein wichtiger neuer Pfeiler der Sachbuch-Reihe des Hauses ist „Man’s Health“:

Unsere stetig wachsende Men’s Health Reihe weist Männern, die mehr aus sich machen wollen, den rechten Weg: vom Bodystylen bis zum Knopfnähen.

Die einzelnen Titel versprechen Interessantes: „Know-how für Helden“ wird geboten, so wie der unverzichtbare Ratgeber „So macht Mann brave Mädchen wild“.

Es versteht sich, dass bei solchen editorischen Glanzleistungen keine Zeit mehr bleibt, etwa Robert Musils Essays neu aufzulegen oder eine preiswerte Ausgabe seiner Briefe anzugehen, aber das beklagte ich ja bereits an anderer Stelle.

Das Programm des Rowohlt Berlin Verlages ist nicht mehr erwähnenswert.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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