Bücherherbst (8): Suhrkamp und Co.

Suhrkamp ist auch nicht mehr, was es nie war. Der Verlust der Wissenschaftslektoren Friedhelm Herborth und Horst Brühmann vor drei Jahren wird immer mehr im Programm sichtbar: Die Postmoderne und andere irrationale Ideologien breiten sich immer ungenierter im Verlagsprogramm aus.

Es nimmt inzwischen schon skurrile Züge an, ich staunte nicht schlecht als ich beim Durchblättern auf eine Seite stieß, die sich nur philosophisch gefestigte Gemüter (vorzugsweise Stoiker) ansehen sollten: hier ist sie. Man braucht also seinem Gehirn nur regelmäßig und systematisch den Sauerstoff zu entziehen, indem man auf den höchsten geologischen Formationen dieses Planeten herumkriecht, um von Suhrkamp zum Philosophen befördert zu werden…

Die Laune hebt sich nicht wirklich, wenn man auf die Seite daneben blickt, wo einen Jacques Derrida, der seit über 30 Jahren Unsinn mit Tiefsinn verwechselt, und Peter Sloterdijk, der hier eigentlich gar nicht erwähnt werden dürfte, mit ihren neuen Büchern belästigen. Jede Zeit hat die Philosophen, die sie verdient.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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