Martin Geck: Ludwig van Beethoven

rororo monographie

1996 erschienen, gibt Gecks kleine Monographie einen soliden Überblick über das Leben & Werk Beethovens. Das Buch ist denkbar unspektakulär, was angesichts der Menge an verklärender Beethoven-Literatur durchaus als Kompliment gemeint ist. Erwähnenswert ist das kurze rezeptionsgeschichtliche Kapitel. Da viele Sinfoniker des 19. Jahrhunderts musikalisch-strukturell weniger wagemutig gewesen seien als Beethoven – Geck nennt als Beispiel die vergleichsweise traditionellen Durchführungen bei Mendelssohn und Schumann – zieht er folgende Schlussfolgerung:

Vielleicht sind Gustav Mahler und Dimitrij Schostakowitsch die einzigen gewesen, welche den phantastisch-romantischen Beethoven auch innerhalb des sinfonischen Genres haben weiterleben lassen. (S. 133)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit