Merkheft Nr. 171

Das neue Merkheft steht zum Download* bereit und bietet neben den bei Zweitausendeins üblichen Skurrilitäten – Gefühle und der Sinn des Lebens. Wer sich von Gefühlen leiten läßt, gehorcht in Wahrheit seiner Vernunft – auch wieder Interessantes, beispielsweise:

  • Arno Schmidt: Das erzählerische Werk bis 1970 für DM 29.- (statt unlizenziert DM 320.- bei Haffmans
  • Cervantes: Gesamtausgabe 4 Bände diesmal für DM 35.-

Das Durchblättern des Merkheftes ist wie immer amüsant, so wird Short Cuts 4 von Gilles Deleuzes unter dem Titel „Kleine Bücher großer Denker“ angepriesen, anstatt korrekt unter „Angeblich große Bücher kleiner Denker“. Der geneigte 2001-Kunde bekommt auch einen kleinen Vorgeschmack:

Philosophie ist eine schöpferische Kunst, nicht weniger als Malerei und Musik. Sie erschafft Begriffe. Begriffe sind keine Allgemeinheiten, nicht einmal Wahrheiten. Sie haben mit dem Singulären zu tun, mit dem Neuen, mit dem, was einen trifft.

Natürlich sind Begriffe per definitionem Allgemeinheiten und natürlich wird hier die formal-logische Revolution der letzten 100 Jahre furios ignoriert, aber das kennt man ja aus dieser geistigen Ecke :-)

* Link führt zum datumsmäßig unabhängig jeweils aktuellen „Merkheft“.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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