Charles Rosen über T.W. Adorno

Rosen darf wohl ohne viel Übertreibung zu den wichtigsten Musikgelehrten des letzten Jahrhunderts gezählt werden, spannend also, was er über Adornos musiktheoretische Werke zu sagen hat. Sein langer Essay ist in der New York Review of Books Nr. 16/2002 nachzulesen („Should We Adore Adorno?“*). Die wenigen Komplimente an der Oberfläche sollten einen nicht täuschen: Rosen… Weiterlesen Charles Rosen über T.W. Adorno

Pierre Bayle und deutschen Sozialdarwinisten

Es gibt nur einen Grund für diese gewagte Überschrift, nämlich dass sich zu beiden Themen zwei lesenswerte Aufsätze im aktuellen Journal of the History of Ideas (2/2002) finden. Pierre Bayle (1647-1706), dem aufgeklärten Zeitgenossen als prominenter Frühaufklärer bekannt, steht im Mittelpunkt der Abhandlung von Thomas M. Lennon. Der stellt sich die Frage: „Did Bayle Read… Weiterlesen Pierre Bayle und deutschen Sozialdarwinisten

Platon: Phaidon

Meiner Verlag (Amazon Partnerlink) Warum sich gerade dieser Dialog besonders großer Berühmtheit erfreut, ist nicht schwer zu erraten. Kombiniert er doch ein literarisch höchst bewegendes Thema – die letzten Stunden des Sokrates – mit einer konzisen Einführung in diverse platonische Themen. Sokrates spricht nicht nur die wichtige Aspekte der Ideenlehre an, er führt auch seine… Weiterlesen Platon: Phaidon

Karl Popper

Zum 100. Geburtstag gibt es eine Reihe von Aktivitäten, so einen Kongress in Wien [ORF] und Sonderausgaben seines Verlages. Seine Bedeutung als Philosoph wird von vielen Geisteswissenschaftlern nach wie vor unterschätzt. Das hängt zu einem guten Teil mit dem mangelnden Verständnis der modernen Naturwissenschaften zu zusammen, auf der Poppers wohl größte Leistung, seine Anfang der… Weiterlesen Karl Popper

Ironielose Postmoderne

Wer Woody Allens „Deconstructing Harry“ sah, wird sich daran erinnern, mit welch feinen Ironie er am Ende diese „Denk“-„Methode“ behandelt: In Wahrheit seien Harrys Romanfiguren ja alle sehr lustig (statt des Gegenteils) merkt eine Studentin altklug an, sie habe das bei der Dekonstruktion seiner Bücher festgestellt. Ironie ist offenbar eine Kategorie, die man innerhalb der… Weiterlesen Ironielose Postmoderne

Neues zur Erkenntnistheorie

Es gibt sie immer noch, jene monomanen Philosophen, die unbeeindruckt von akademischen Gewohnheiten ihren Forschungen nachgehen. Einer davon ist Brian O’Shaughnessy, der mit „Consciousness and the World“ (Oxford University Press) 700 engbedruckte Seite zu diesem Thema vorlegt. Thomas Nagel hat es für die New York Review of Books (6/2002) rezensiert*, zeigt sich vom Detailreichtum der… Weiterlesen Neues zur Erkenntnistheorie

David Hume (1711-1776)

Die Philosophie der Aufklärung war und ist eine höchst komplexe Angelegenheit, was von den Verächtern derselben gerne übersehen wird, da sich auf imaginäre Konstruktionen besser einschlägt als auf eine in ihrer Heterogenität durchaus gemeinsame Züge aufweisende Denkrichtung. Einer der herausragendsten Denker der Aufklärung war der Schotte David Hume, dessen Bedeutung in der Entwicklung der empiristischen… Weiterlesen David Hume (1711-1776)

Daniel Breazeale: Fichte’s Conception of Philosophy

„…as a ‚Pragmatic History of the Human Mind‘ and the Contributions of Kant, Platner, and Maimon (Journal of the History of Ideas 4/2001) Im Zentrum des Aufsatzes steht die Analyse, was Fichte mit dem Ausdruck „pragmatische Geschichtsschreibung“ meint, der grundlegend für sein frühes Philosophieverständnis ist. „Nebenbei“ entsteht auch eine Skizze dieser Philosophieauffassung, die am Beginn… Weiterlesen Daniel Breazeale: Fichte’s Conception of Philosophy