Haydn

Haydn Streichquartette

Volker Hagedorn beschäftigt sich in der ZEIT mit neuen Interpretationen dieser tollen Musik.

Alban Berg Quartett

Konzerthaus 29.4.
Haydn: Streichquartett B-Dur Hob III/78
Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 11 f-moll op. 122
Brahms: Streichquartett Nr. 1 c-moll op. 51/1

Für den erkrankten Thomas Kakuska sprang dessen Schülerin Isabel Charisius an der Viola ein, hörbar eine gute Wahl. Haydn und Brahms spielte das Ensemble wie gewohnt in makelloser Brillanz. Etwas ratlos dagegen lies mich die Interpretation des Schostakowitsch Quartetts zurück. Etwas schien zu fehlen. Nachdem ich mir nun gerade die Einspielung dieses Werks durch das Eder Quartett zum Vergleich anhörte, wurde es schnell deutlich. Die schwebende Eindringlichkeit des Werks, die leise Schmerzhaftigkeit fehlte über weite Strecken, vor allem am Anfang. Eine zurückhaltende Spielweise verträgt sich schlecht mit dem energiegeladenen musikalischen Temperament des Russen.

Das nächste Konzert des ABQ wird es erst Ende November geben, eine trostlos lange Sommerpause.

Alban Berg Quartett (Haydn, Janácek,…)

Haydn: Streichquartett C-Dur Hob. III/77
Janá?ek: Streichquartett Nr. 1
Beethoven: Streichquartett f-moll op. 95
Konzerthaus 16.2.

Wie das auf das ABQ zugeschnittene Programm schon vermutet läßt: Es war ein großartiges Konzert, und ich fürchte das mir langsam die positiven Adjektive dafür ausgehen. Besonders gut in Form Gerhard Schulz (2. Violine), der energischer als sonst an die Stücke heranging.

Aviv Quartett

Wiener Konzerthaus am 2. Dezember
Joseph Haydn: Streichquartett F- Dur Hob. III/82
Bela Bartok: Streichquartett Nr. 1 a-moll op. 7
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 9 Es-Dur op. 117

Wie immer wird im ersten Konzert des Alban-Berg-Quartett-Zyklus ein anderers Ensemble eingeladen, diesmal das junge Aviv Quartett. Zum Auftakt gab es Haydn, technisch perfekt dargeboten, allerdings ziemlich pauschal gespielt.

Ganz anders die Werke von Bartok und Schostakowitsch, wo eigene, bei letzterem manchmal wilde Akzente gesetzt wurden. Das Publikum war hingerissen und beschwor damit eine nach dem Schostakowitsch-Quartett völlig unpassende Tschaikowsky-Zugabe (Andante cantabile) hervor.

Das Zugabe-Wesen des klassischen Konzertbetriebs ist dringend verbesserungsbedürftig.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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