Schlagwort: Gottesstaat

Augustinus: Der Gottesstaat

Diese Notizen schrieb ich im Sommer 2005 in fünfzehn Teilen und fasse sie hier zur besseren Lesbarkeit in einem Artikel zusammen. Buch 1 und 2 Augustinus zu lesen ist eine interessante Erfahrung: Intellektuelles Vergnügen über die Brillanz und Schärfe vieler Gedankengänge einerseits, Verwunderung über die geistige Verschwendung an wenig ergiebigen Fragestellungen andererseits. Beschäftigt man sich…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (15 und Ende)

Buch 22 dtv-bibliothek Das Thema des letzten Buches dieses Mammutwerks liegt selbstverständlich auf der Hand: „Die ewige Seligkeit“. Das wortreiche (und nicht so unberechtigte) Bejammern der Tristheit des menschlichen Lebens liefe rhetorisch ja ins Leere, könnte ihr Augustinus nicht seine Jenseitsutopie entgegen setzen. Wie gewöhnlich fängt er mit einer Auslegung der entsprechenden Bibelstellen an und…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (14)

Buch 20 und 21 dtv-bibliothek Dieses Buch ist religonsgeschichtlich von besonderem Gewicht, steht doch das Jüngste Gericht im Mittelpunkt. Gleich zu Beginn dient das Jüngste Gericht als Ausweg aus der Theodizee: Denn wir wissen nicht, welches Gottesgericht dem zugrunde liegt, daß hier ein Guter arm, dort ein Böser reich ist […] daß ein Unschuldiger die…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (13)

Buch 19 dtv-bibliothek Das neunzehnte Buch beginnt mit einem fulminanten Auftakt, nämlich einer Kombination aus Analyse und Rhetorik. Ziel des Augustinus‘ ist es, die angeblich widerspruchsfreie Wahrheit des Christentums dem philosophischen Pluralismus gegenüberzustellen. Ausgangspunkt ist einmal mehr eine Überblicksdarstellung des Varro‘. Augustinus liest, rechnet und kommt zu dem (gar nicht so unplausiblen) Ergebnis, dass es…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (12)

Buch 17 und 18 dtv-bibliothek Im Mittelpunkt stehen diesmal die Propheten und deren Weissagungen. Gleich zu Beginn erläutert Augustinus seinen hermeneutischen Ansatz und läßt drei verschiedene Interpretationsarten der Prophezeiungen zu. Eine „himmlische“, eine „irdische“ und eine Mischform. Eine wörtliche Lesart, wie sie heute bei einigen fundamentalistischen Gruppen üblich ist, hätte nur seinen Spott herausgefordert. Er…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (11)

Buch 16 dtv-bibliothek Als kleinen Nachtrag zum Thema „Antiurbanität und Religion“ im 10. Teil dieser beliebten Augustinus-Reihe möchte ich noch nachtragen, dass heute prompt auf CNN sogenannte „Menschen auf Straße“ aus New Orleans zu hören waren, welche die Flut als Gottesstrafe gegen die sündigen Bewohner ansahen. Das sechzehnte Buch setzt nach der Sündflut fort, über…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (10)

Buch 15 dtv-bibliothek Die nächsten Bücher sind ein Kommentar zur biblischen Geschichte, die für Augustinus identisch ist mit der Geschichte des Gottesstaates. Vor allem der „verstockte Kain“ hat es ihm angetan. Dabei hebt der Kirchenvater Kains Rolle als Städtegründer hervor. Städte waren schon in der Antike Zentren der kulturellen und zivilisatorischen Emanzipation und damit ein…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (9)

Buch 14 dtv-bibliothek Der Titel „Eine weitere Folge des Abfalls: Der Aufruhr des Fleisches“ gibt bereits hinreichend über das Thema Auskunft: Es geht um Sex. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie es um das Sexualleben von Adam und Eva im Paradies bestellt war, sollte unbedingt zum vierzehnten Buch des „Gottesstaates“ greifen. Vorher erörtert Augustinus…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (8)

Buch 13 dtv-bibliothek Im Zeichen des Todes und der Sünde steht dieses Buch, in dem sich Augustinus große Mühe gibt, den Begriff des Todes analytisch zu fassen. Ähnlich wie ein Eskimo viele verschiedene Bezeichnungen für diverse Schneequalitäten benötigt, kommt ein todesbesessener Katholik offenbar nicht ohne diverse Unterscheidung aus. Wobei der Philosoph keine neuen Wörter kreiert,…
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Aurelius Augustinus: Vom Gottesstaat (7)

Buch 12 dtv-bibliothek Augustinus setzt seine Erörterung der Engelthematik fort. Ihn beschäftigt vor allem, wie Gott böse Engel zulassen konnte, was er durch übergeordnete Nützlichkeitserwägungen erklärt. Das führt ihn schnell zur „Ordnung der Dinge“. Der Mensch solle nicht immer anthropozentrisch urteilen, sondern die Einrichtung der Welt objektiv beurteilen: Wenn also hienieden, wo sich dergleichen schickt,…
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