Atheismus

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Schiller über den “Nutzen” von Predigten

Brief an Christian Gottfried Körner vom 12. August 1787:

Herders Predigt hat mir besser als jede andre die ich in meinem Leben zu hören bekommen habe, gefallen – aber ich muß Dir aufrichtig gestehen, daß mir überhaupt keine Predigt gefällt. Das Publikum zu welchem ein Prediger spricht, ist viel zu bunt und ungleich, als daß seine Manier eine allgemein befriedigende Einheit haben könnte und er darf den schwächlichen Theil nicht ignorieren wie der Schriftsteller.
Was kommt also heraus? Entweder er gibt dem Menschen von Sinn alltagswahrheiten oder Mystik zu hören, weil er dem blödsinnigen opfern muß – oder er muß diesen scandalisieren und verwirren, um den ernsten zu unterhalten. Eine Predigt ist für den Gemeinen Mann – der Mann von Geist, der ihr das Wort spricht ist ein beschränkter Kopf, ein Phantast oder ein Heuchler. Diese Stelle kannst Du übrigens beim Vorlesen überschlagen. Die Kirche war gedrängt voll und die Predigt hatte das große Verdienst, nicht lange zu dauern.

Schiller über das Leben im Kloster

Brief an Christian Gottfried Körner vom 8. August 1787:

Ich habe noch nie ein Frauenkloster gesehen und wollte es bei dieser Gelegenheit. Die Schwester der alten Arnim ist dort Superiorin und das jüngste Fräulein ist eine Pensionaire darin […] Ich liess mir die Einrichtung und Lebensart erzählen, und fand es wahr, was man von den Nonnen sagt, daß sie höchste Zufriedenheit mit ihrem Zustand heucheln. Es waren lauter fröhliche Gesichter, aber freilich der verdrehten Augen genug.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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