Schlagwort: Analytische Literaturwissenschaft

Die Errungenschaften der Postmoderne als Theorie

In einer Notiz neu zusammengefasst. Publiziert in der Erlanger Edition. Eine philosophische Kritik [1999] I. Schon mancher Literaturfreund wird einmal ein Buch über Literaturtheorie zur Hand genommen haben, in der Hoffnung, etwas Neues über Literatur zu erfahren. Sollte er dabei an eine bestimmte Sorte von Publikationen geraten sein, die gemeinhin das Prädikat “postmodern” oder “poststrukturalistisch”…
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Wie man nicht über Klassiker schreibt

Hubert Dreyfus und Sean Dorrance Kelly scheinen ein seltsames Buch geschrieben zu haben: All Things Shining: Reading the Western Classics to Find Meaning in a Secular Age. Garry Wills, ein verläßlicher Leser, mag es in der neuen New York Review of Books gar nicht glauben, was er da vorgesetzt bekommt: This book, which was featured…
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“Analytische Literaturwissenschaft jenseits methodologischer Richtungskämpfe”

So betitelt Harald Fricke seine erschöpfende Rezension eines Sammelbands zur Theorie der Bedeutung literarischer Texte.

Literatur- und Kognitionswissenschaft

Die „Avantgardisten“ unter den Literaturgelehrten kümmern sich längst nicht mehr um die idiosynkratischen Theoriedebatten rund um die Postmoderne*. Am Rande sei bemerkt, dass sich inzwischen im „Mainstream“ der Literary Studies wieder ein Modenwechsel abzeichnet. Da man aber noch nicht weiß, welcher neue Irrationalismus die größten Karrierechancen bieten wird, fliegt man eine theoretische Warteschleife was sich…
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Foucault demystifiziert

Mir schien der akademische Kniefall vor Michael Foucaults Schriften immer schon ein besonders gelungenes Symptom kollektiver Denkschwäche zu sein. Bestätigt wird das von einem instruktiven Aufsatz Jörg Laus, der ausführlich die Bewunderung des originellen Meisters für die iranische Revolution analysiert*: Der Analytiker der Macht verwandelt sich in den Apologeten einer Machtergreifung, die ihren langen Schatten…
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Ausgezeichnete philosophische und germanistische Bücher

Hier habe ich eine Reihe von germanistischen und philosophischen Büchern aufgelistet und kommentiert, deren Lektüre ich für besonders gewinnbringend halte. Inzwischen sind alle Titel auch verlinkt, soweit sie noch lieferbar sind.

Die Tücken der Literaturtheorie

Joachim Eberhardt hat eine vorzügliche Besprechung von Achim Geisenhanslückes „Einführung in die Literaturtheorie“ (WBG) geschrieben. Hervorzuheben ist besonders, dass Eberhardt auch die wichtigen Diskussionsbeiträge der analytischen Philosophie dazu kennt, was nach wie vor die große Ausnahme und leider immer noch nicht die Regel ist.

Vorsicht Literaturwissenschaft!

Dass in der Literaturwissenschaft anstatt seriöser Erkenntnisse oft originelle Spektakel angesagt sind, zeigt die Arbeit eines Siegener Literaturwissenschaftlers, der die Karl-May-Lektüre Hitlers für Hitlers Osteuropa-Pläne verantwortlich macht [Telepolis: Amerika im Osten?]

Massenkultur an der Universität

Einer der Auswege aus dem literaturwissenschaftlichen Methodenchaos scheint vielen ein bewusster Pluralismus zu sein: Man nehme möglichst viele widersprüchliche Theorien, und verwende eklektizistisch, was gerade passend erscheint. Robert Scholes folgt in seinem neuen Buch, „The Crafty Reader“ genau diesem Prinzip und wird Mark Bauerlein in Philosophy and Literature 2/2002 entsprechend kritisiert. Vorher jedoch schildert Bauerlein…
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Darwinian Storytelling

Der epistemologisch Vorbelastete weiß, es gibt nichts erkenntnisfördernderes als fundierte Kritik von Theorien, die einem interessant erscheinen, wie etwa die neuen von der Evolutionstheorie ausgehenden psychologischen Modelle. Das moderne Evolutionskonzept bietet tatsächlich eine Fülle von Einsichten in verschiedene Fragestellungen. Steven Pinker stellte diese in den Mittelpunkt seines neuen Buchs, „The Blank Slate: The Modern Denial…
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