Allan Sekula

Allan Sekula: Okeanos & Edward Burtynsky: Wasser

Thyssen-Bornemisza Art Contemporary 2.4. 17
Kunst Haus Wien 16.4. 17

Zwei Gegenwartskünstler mit ähnlichen Themenschwerpunkten sind derzeit mit ihren Werken in Wien zu sehen. Der 2013 verstorbene Allan Sekula beschäftigt sich in seinen Arbeiten aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Weltmeeren und deren Zerstörung. Die TBA21 gibt einen Einblick in seine unterschiedlichen Werkgruppen. Zu sehen sind primär Fotos, allerdings auch drei seiner Videoarbeiten. Sekulas Film über den Fischmarkt in Tokyo sehe ich mir zur Gänze an und fühle mich an meinen Besuch chinesischer Märkte erinnert: Auch dort wird mit Tieren umgegangen als seien sie Gegenstände und keine Lebewesen. (Bis 14.5.)

Fotografien stehen auch im Mittelpunkt des Schaffens von Edward Burtynsky. Er benutzt für seine hochauflösenden Bilder eine 60 Megapixel Kamera (inzwischen 100 Megapixel) und bevorzugt Luftaufnahmen, wofür er Helikopter oder auch eine Drohne einsetzt. Das Ergebnis sind im klassischen Sinn schöne Kunstwerke, von denen einige nicht zufällig an die Meister romantischer Kunst wie Turner oder Spitzweg erinnern. Das Provokante an Burtynskys Arbeiten ist, dass er oft sehr Hässliches und Zerstörtes in dieser wunderschönen Manier dokumentiert. Man ist damit gezwungen sich geistig vom ästhetisch oberflächlich Schönen zum objektiv Hässlichen vorzuarbeiten. Ich sehe mir auch den fünfundsiebzig Minuten langen in Wien gehaltenen Vortrag des Künstlers an, der als Video gezeigt wird. Darin erklärt er kurz seinen künstlerischen Werdegang und geht ausführlich auf die gezeigten Fotos ein. (Bis 27.8.)

  • RSS Feed for Posts
  • RSS Feed for Comments
  • Twitter
  • XING
  • Facebook

Kategorien

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

Aktuell in Arbeit

Tweets