Übersicht --- Bibliographie
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Raphael, The School of Athens Vollbild |
Boyd, Richard; Gasper, Philip; Trout J.D.: The Philosophy of Science. Cambridge/London: MIT Press 1991 (=A Bradford Book)
Ein schwergewichtiger Sammelband mit zentralen Texten zur Wissenschaftstheorie. Sehr spannend.
Copleston, Frederick: A History of Philosophy. 9 Bände. New York: Image Books 1993ff.
Mit einem Alter von knapp 50 Jahren nicht mehr taufrisch, aber nach wie vor unverzichtbar, und deshalb auch immer noch lieferbar. Copleston hat in einer gewaltigen Arbeitsleistung neun umfangreiche Bände über die Geschichte der Philosophie geschrieben. Besonders hervorzuheben ist, dass er sich nicht - wie die meisten Autoren von Philosophiegeschichten - auf ein naives Nacherzählen beschränkt, sondern verschiedene Interpretationsweisen reflektiv mit einbezieht.
Davies, Stephen: Definitions of Art. Ithaca/London: Cornell University Press 1991
Zeigt durch die Diskussion verschiedener Definitionen von 'Kunst' das große Potential der analytischen Ästhetik.
Follesdal, D./Walloe, L./Elster, J.: Rationale Argumentation. Ein Grundkurs in Argumentations- und Wissenschaftstheorie. Berlin: de Gruyter 1988 (Studienbuch)
Hervorragende Einführung in die analytische Methodologie (teilweise auch der analytischen Philosophie)
Geier, Manfred: Der Wiener Kreis. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch 1992
Kleine, aber gehaltvolle monographische Einführung in eine im deutschsprachigen Raum immer noch weitgehend verkannte Denkrichtung.
Haack, Susan: Evidence and Inquiry. Towards a Reconstruction in Epistemology. Oxford/Cambridge: Blackwell 1996
Eine der besten erkenntnistheoretischen Arbeiten der letzten Jahre.
Patzig, Günther: Erklären und Verstehen. Bemerkungen zum Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften In: ders.: Tatsachen, Normen, Sätze. Aufsätze und Vorträge. Stuttgart: Reclam 1988 (=Universalbibliothek 9986)
Nützliche Aufsätze Patzigs zu diesem Themenbereich.
Popper, Karl: Objektive Erkenntnis. Ein evolutionärer Entwurf. 4., verbesserte und ergänzte Auflage. Hamburg: Hoffmann und Campe 1984
Philosophisch und wissenschaftstheoretisch immer eine anregende Lektüre.
Popper, Karl: Logik der Forschung. 9., verbesserte Auflage. Tübingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) 1989
Obwohl bald 70 Jahre alt, immer noch höchst aufschlussreich zu lesen - gerade für Geisteswissenschaftler.
Popper, Karl: Conjectures and Refutations. The Growth of Scientific Knowledge. Fifth Edition (revised). London: Routledge 1989
Eines der Hauptwerke Poppers.
Stadler, Friedrich: Studien zum Wiener Kreis. Ursprung, Entwicklung und Wirkung des Logischen Empirismus im Kontext. Frankfurt: Suhrkamp 1997
Ein in jeder Hinsicht gewichtiger Band zum Wiener Kreis.
Fricke, Harald: Die Sprache der Literaturwissenschaft. Textanalytische und philosophische Untersuchungen. München: C.H. Beck 1977 (=Edition Beck)
Leider seit langem vergriffen. Trotzdem nach wie vor die besten Studie über die Sprache der Literaturwissenschaft und deren wissenschaftstheoretischen Implikationen.
Fricke, Harald: Norm und Abweichung. Eine Philosophie der Literatur. München: C.H. Beck 1981 (=Beck´sche Elementarbücher)
Fricke, Harald: Literatur und Literaturwissenschaft. Beiträge zu Grundfragen einer verunsicherten Disziplin. Paderborn/München/Wien/Zürich: Schöningh 1991 (=Explication [Band 1])
Eines der besten Bücher über theoretische Probleme der Literaturwissenschaft.
Göttner, Heide: Logik der Interpretation. Analyse einer literaturwissenschaftlichen Methode unter kritischer Betrachtung der Hermeneutik. München: Fink 1973
Die beste mir bekannte Rekonstruktion der philosophischen und literaturwissenschaftlichen Hermeneutik aus analytischer Perspektive. Nicht nur der Abschnitt über den hermeneutischen Zirkel ist höchst lesenswert.
Livingston, Paisley: Literary Knowledge. Humanistic Inquiry and the Philosophy of Science. Ithaca/London: Cornell University Press 1988
Eine sehr nützliche Studie über das Verhältnis von Literatur- bzw. Geisteswissenschaften und der Wissenschaftstheorie. Räumt viele Missverständnisse aus dem Weg.
Pfister, Manfred: Das Drama. Theorie und Analyse. 7. Auflage [unveränderter Nachdruck der durchgesehenen und ergänzten Auflage 1988]. München: Fink o.J. (=UTB 580)
Standardwerk zur Dramenanalyse.
Schmidt, Siegfried J.: Literaturwissenschaft als argumentierende Wissenschaft. München: Fink 1975 (=Kritische Information)
Nach wie vor sehr lesenswert, wenn man Literaturwissenschaft betreiben will.
Schmidt, Siegfried J.: Grundriß der Empirischen Literaturwissenschaft. Frankfurt: Suhrkamp 1991 (=suhrkamp taschenbuch wissenschaft 915)
Auch wenn sich Schmidt mit seiner Wende hin zum radikalen Konstruktivismus inzwischen von den theoretischen Grundlagen dieser Arbeit abgewendet hat, bleibt es doch eines seiner besten Bücher.
Stanzel, Franz K.: Theorie des Erzählens. 5. unveränderte Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1991 (=UTB 904)
Standardwerk zur Erzähltheorie.
Winko, Simone: Wertungen und Werte in Texten. Axiologische Grundlagen und literaturwissenschaftliche Rekonstruktionsverfahren. Braunschweig: Vieweg 1991 (=Konzeption empirische Literaturwissenschaft 11)
Besseres zum Wertproblem in der Literatur und Literaturwissenschaft wird man nicht finden.
Zima, Peter V.: Literarische Ästhetik. Methoden und Modelle der Literaturwissenschaft. Tübingen: Francke 1991 (=UTB1590)
Klar geschriebene und gut strukturierte Überblicksdarstellung.
Zima, Peter V.: Die Dekonstruktion. Einführung und Kritik. Tübingen/Basel: Francke 1994 (=UTB 1805)
Wohl das überzeugendste, was man auf Deutsch über dieses absonderliche Konzept lesen kann.
Zima, Peter V.: Moderne / Postmoderne. Tübingen/Basel: Francke 1997 (=UTB 1967)
Zima setzt damit seine sehr lesenswerten Studien zu ästhetischen und theoretischen Fragen fort.
Ich habe hier die 15. Auflage von 1997 und die 11. von 1911, und wüßte nicht, wie ich ohne sie vernünftig arbeiten könnte.
Diamond, Jared: Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften. Frankfurt: Fischer Taschenbuch 1999
Diamond versucht hier ausgesprochen erfolgreich, "harte" Methoden für die Geschichtsschreibung einzusetzen, um auf diesem Weg eine Erklärung für die höchst unterschiedliche Entwicklungsgeschichte der Gesellschaften auf den verschiedenen Kontinenten zu finden. Ein historisch und methodisch ausgesprochen fesselnde Lektüre, die nebenbei auch noch allen rassistischen Vorurteilen argumentativ den Boden entzieht.