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	<title>Dr. Christian Köllerers Notizen</title>
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	<description>Mehr als 2222 Wiener Notizen über Klassiker, Kulturelles und Reisen</description>
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		<title>In Armenien unterwegs</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 12:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fliege heute Abend nach Eriwan für eine Studienreise. Fotos von unterwegs werde ich in dieses Facebook-Album stellen. Ansonsten gibt es wie immer Live-Tweets von unterwegs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fliege heute Abend nach Eriwan für eine Studienreise. Fotos von unterwegs werde ich in dieses <strong><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.3369412952397.184811.1181402066&#038;type=3">Facebook-Album</a></strong> stellen. Ansonsten gibt es wie immer <strong><a href="https://twitter.com/#!/Philoponus">Live-Tweets</a></strong> von unterwegs.</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10776&amp;md5=37618ba6f1e353d9ea99aae5e3006879" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Andrej Bitow: Armenische Lektionen</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 09:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fremdsprachig]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon im 19. Jahrhundert spielte der Kaukasus eine symbolbeladene Rolle in der russischen Literatur. Die Faszination mit dieser Weltgegend scheint bei den dortigen Literaten auch später ungebrochen zu sein. Das Armenien-Buch des Ossip Mandelstam stellte ich ja bereits vor (Notiz). Andrej Bitow bereiste Armenien 1967 und schrieb seine Reiseerlebnisse in den Armenischen Lektionen nieder. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon im 19. Jahrhundert spielte der Kaukasus eine symbolbeladene Rolle in der russischen Literatur. Die Faszination mit dieser Weltgegend scheint bei den dortigen Literaten auch später ungebrochen zu sein. Das Armenien-Buch des Ossip Mandelstam stellte ich ja bereits vor <strong><a href="http://www.koellerer.net/2012/04/21/ossip-mandelstam-die-reise-nach-armenien/">(Notiz)</a></strong>. Andrej Bitow bereiste Armenien 1967 und schrieb seine Reiseerlebnisse in den <em>Armenischen Lektionen</em> nieder. Die Zensur hatte wenig Freude mit dem Buch. 2001 erschien eine überarbeitete Neuausgabe.</p>
<p>Im Gegensatz zu Mandelstams poetischem Zugang, ist Bitovs Annäherung an das kleine Land leichter zugänglich. Einige Lektionen sind sogar sehr didaktisch, etwa jene, die sich mit der armenischen Sprache und dem Alphabet beschäftigen. Die Qualität ist jedoch sehr unterschiedlich. Manche Kapitel sind spannende und intelligente Alltags-Vignetten, andere dagegen waren mir zu substanzlos, und es drängte sich mir der Verdacht auf, dass es galt, noch ein paar Seiten zu füllen.</p>
<p>Ausgezeichnet gelungen ist die Charakterisierung der Armenier und ihr kompliziertes Verhältnis zu ihrem Land. Folgende kurze Stelle etwa spricht Bände:</p>
<blockquote><p>&#8220;Also, wie gefällt es Dir in Armenien?&#8221; Sanft und fordernd schauen sie mich an.<br />
&#8220;Sehr gefällt es mir&#8221;, sage ich natürlich. Und sie schauen mich an wie einen hoffnungslosen Fall.<br />
[S. 62]</p></blockquote>
<p>Die Lektion über den Genozid an den Armeniern bringt den Lesern die grafisch geschilderten Grausamkeit durch Quellenzitate nahe. Bitovs intellektuelle Reflexionen sind zwar lesenswert. Zu diesen Themen wurde aber Besseres geschrieben.</p>
<p>Für die Vorbereitung einer Armenienreise zu empfehlen.</p>
<p>Andrej Bitow: <strong><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518413198/notizen-21">Armenische Lektionen.</a></strong> Eine Reise aus Russland (Suhrkamp)</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10758&amp;md5=d63e2556a679b4a34138d6e1d2f62178" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>E-Book-Reader-Zahlen und Bestseller-Politik</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/05/11/e-book-reader-zahlen-und-bestseller-politik/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 17:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literaturbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Ebooks]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe des The Economist sind zwei interessante Artikel zu Buchthemen zu lesen. Der Erste beschäftigt sich mit der neuen Alliance zwischen Barnes &#038; Noble und Microsoft an der Ebook-Front. Ebenso aufschlussreich ist die Marktverteilung in den USA. Im letzten Quartal 2011 wurden dort bereits 7 Millionen Reader verkauft, darunter 75,1% Kindles und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe des <em>The Economist</em> sind zwei interessante Artikel zu Buchthemen zu lesen. Der <strong><a href="http://www.economist.com/node/21554200">Erste</a></strong> beschäftigt sich mit der neuen Alliance zwischen Barnes &#038; Noble und Microsoft an der Ebook-Front. Ebenso aufschlussreich ist die Marktverteilung in den USA. Im letzten Quartal 2011 wurden dort bereits 7 Millionen Reader verkauft, darunter 75,1% Kindles und nur 0,8% Geräte von Sony.</p>
<p><strong><a href="http://www.economist.com/node/21554231">Artikel Nr. 2</a></strong> widmet sich dem aktuellen Gepflogenheit auf dem Bestseller-Markt. Die größte Veränderung sei hier, dass Bestseller inzwischen sehr oft von den Lesern, nicht mehr von den Verlagen gemacht werden:</p>
<blockquote><p>The bestseller lists of the 1980s and 1990s were dominated by brand names such as Stephen King and Danielle Steel. Industry mergers and bookstore monoliths made hype easy.</p>
<p>But now readers can go online to berate overhyped books that fail to thrill. “It’s a lot harder for a publisher to sustain an illusion of a big new success,” Mr Rickett observes. And thanks to social media, word of mouth spreads faster than ever before, giving unknown writers a better shot. Today, a bestseller must usually appeal either to young people (who use social media a lot) or women (who dominate reading groups).</p></blockquote>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10752&amp;md5=b941a9764b552c2ce6a78c2dbfd33b33" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Törleß als Oper in Köln</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/05/10/toerless-als-oper-in-koeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[20. Jhd. (Klassiker)]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Musil]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Musil-Freunde &#8211; und wer ist das nicht! &#8211; dürfte folgendes Projekt interessieren: Die Verwirrungen des Zögling Törleß sind Thema eines Opernprojekts der Literaturoper Köln. Premiere ist am 16. Mai. Weitere Termine.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Musil-Freunde &#8211; und wer ist das nicht! &#8211; dürfte folgendes <strong><a href="http://www.literaturoper.de/Joomla/index.php/neues-projekt">Projekt</a></strong> interessieren: <em>Die Verwirrungen des Zögling Törleß</em> sind Thema eines Opernprojekts der <em>Literaturoper Köln</em>. Premiere ist am 16. Mai. Weitere <strong><a href="http://www.literaturoper.de/Joomla/index.php/termine">Termine</a></strong>.</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10765&amp;md5=2e8c90ed7c57dbc28a82eb7fd9e46be7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Robinson Crusoe &#8211; Projekt einer Insel</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/05/05/robinson-crusoe-projekt-einer-insel/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 09:35:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[18. Jhd. (Klassiker)]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturveranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Wien Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Defoe]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Meyerhoff]]></category>
		<category><![CDATA[Robinson Crusoe]]></category>

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		<description><![CDATA[Burgtheater 4.5. 2012 Regie: Jan Bosse Bühnenbild: Stéphane Laimé mit Ignaz Kirchner Joachim Meyerhoff Auf Joachim Meyerhoffs Initiative entstand dieser schräge Abend zu einem der berühmtesten Klassiker der Weltliteratur. Der Aufwand für diese Inszenierung ist enorm: Die Zuschauer sitzen auf der umgebauten Bühne, während sich Meyerhoff und Kirchner im Zuschauerraum austoben. Das darf durchaus wörtlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Burgtheater 4.5. 2012</strong></p>
<p><strong>Regie: Jan Bosse<br />
Bühnenbild: Stéphane Laimé</p>
<p>mit<br />
Ignaz Kirchner<br />
Joachim Meyerhoff</strong></p>
<p>Auf Joachim Meyerhoffs Initiative entstand dieser schräge Abend zu einem der berühmtesten Klassiker der Weltliteratur. Der Aufwand für diese Inszenierung ist enorm: Die Zuschauer sitzen auf der umgebauten Bühne, während sich Meyerhoff und Kirchner im Zuschauerraum austoben. Das darf durchaus wörtlich verstanden werden, wird doch ein Teil des Zuschauerraums, der als Insel figuriert, durch Robinsons Zivilisierungsaktivitäten zerlegt. Es werden Sitze aufgeschlitzt, Türen ausgehängt, Armlehnen abgebrochen. Dem naiveren Teil des amüsiert-entsetzten Publikums sei gesagt: Zu diesem Behufe wurde extra ausrangierte Sitze montiert. Es wurde also nur Sperrmüll beschädigt.</p>
<p>Die Idee, das Burgtheater konkret als Insel zu nehmen, trägt gut. Der Abend erhält dadurch eine zusätzliche Dimension, nämlich die Auseinandersetzung mit Theater und Hochkultur, was auch explizit thematisiert wird.</p>
<p>Insgesamt wirkt der Abend wie eine Mixtur aus brutalem Naturalismus, so hüpft Meyerhoff als Robinson mit langem Bart auch mal splitternackt durch den Saal, Monty Python und Loriot. Die Waage neigt sich aber sehr zu Monty Python, zumal der Naturalismus an <em>Monty Python and the Holy Grail</em> erinnert, und viel Absurd-Groteskes zu sehen ist. Ignaz Kirchner unterstützt Meyerhoff furios als Vater und Freitag.</p>
<p>Eine sehr originelle Angelegenheit. Allerdings werde ich den Verdacht nicht los, dass Meyerhoff solche Projekte nur deshalb macht, damit er in 10 Jahren wieder lustigen Stoff für weitere Teile seiner <strong><a href="http://www.koellerer.net/2012/02/28/joachim-meyerhoff-alle-toten-fliegen-hoch/">Autobiographie</a></strong> hat.</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10740&amp;md5=4aa7d33503458c021c4aae5de1a919c9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gelesen im April</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/05/04/gelesen-im-april-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 14:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseliste]]></category>

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		<description><![CDATA[Oliver Pfohlmann: Robert Musil. (rororo monographie) Andrej Bitow: Armenische Lektionen. Eine Reise aus Russland (Suhrkamp) Jeffrey C. Grossman: &#8220;Understanding the Science for Tomorrow: Myth and Reality&#8221; (TTC Audio Lectures)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Oliver Pfohlmann: <strong><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499507218/notizen-21">Robert Musil.</a></strong> (rororo monographie)</li>
<li>Andrej Bitow: <strong><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518413198/notizen-21">Armenische Lektionen.</a></strong> Eine Reise aus Russland (Suhrkamp)</li>
<li><em>Jeffrey C. Grossman: <strong><a href="http://www.thegreatcourses.com/tgc/courses/course_detail.aspx?cid=1391" target="_blank">&#8220;Understanding the Science for Tomorrow: Myth and Reality&#8221;</a></strong> (TTC Audio Lectures</em>)</li>
</ul>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10670&amp;md5=253985a92857336667b648084080ce7c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Christopher Hitchens: Arguably</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/04/28/christopher-hitchens-arguably/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 05:57:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fremdsprachig]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die New York Times zählt diese Essaysammlung des im letzten Dezember verstorbenen Publizisten Christopher Hitchens zu den zehn besten Büchern des Jahres 2011. Deshalb fing ich an, in den Band hineinzulesen, obwohl mir Hitchens Atheismus-Buch (Notiz) aufgrund dessen Selbstverliebtheit nicht sehr gefallen hatte. Es bestätigte sich schnell: Jeder verdient eine zweite Chance. Hitchens schreibt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>New York Times</em> zählt diese Essaysammlung des im letzten Dezember verstorbenen Publizisten Christopher Hitchens zu den zehn besten Büchern des Jahres 2011. Deshalb fing ich an, in den Band hineinzulesen, obwohl mir Hitchens Atheismus-Buch <strong><a href="http://www.koellerer.net/2007/12/16/christopher-hitchens-god-is-not-great-how-religion-poisons-everything/">(Notiz)</a></strong> aufgrund dessen Selbstverliebtheit nicht sehr gefallen hatte.</p>
<p>Es bestätigte sich schnell: Jeder verdient eine zweite Chance. Hitchens schreibt in dem 800 Seiten dicken Wälzer geistreich und unterhaltsam über eine Fülle von Themen: Literatur und Klassiker gehören dazu. Seine Essays über die amerikanischen Gründerväter, Mark Twain, Edmund Burke, Gustave Flaubert oder Victor Klemperer &#8211; um eine willkürliche Auswahl zu treffen &#8211; sind kenntnisreich, ohne krampfhaft originell sein zu wollen. Selbst für Kenner sind immer wieder neue Aspekte dabei. Seine religiösen und atheistischen Artikel sind aufgrund ihrer Polemik eine amüsante Lektüre. Hitchens kann sich aber ebenso überzeugend über übereifrige Weinkellner in der gehobenen Gastronomie echauffieren. Als politisch Reisender ist er ein exzellenter Beobachter. Dass er Risiken nicht scheut, zeigt sein Bericht über das Waterboarding, dem er sich, trotz gesundheitlicher Probleme, freiwillig unterzog.</p>
<p>Wenn man sich nicht für alles interessiert, sucht man sich am besten die relevanten Themen heraus. Für mich zählt Hitchens damit zu den lesenswertesten Literatur- und Kulturpublizisten seiner Generation.</p>
<p>Christopher Hitchens: <strong><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/1455504092/notizen-21">Arguably: Selected Essays.</a></strong> (Twelve)</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10624&amp;md5=74f73a9a2c83ca27cfa53b367fa5e6e0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ossip Mandelstam über das Lesen</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/04/24/ossip-mandelstam-ueber-das-lesen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 15:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bibliomanie]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sprechen wir über die Physiologie des Lesens. Ein reiches, unausgeschöpftes und anscheinend verbotenes Thema. Von allem Stofflichen, von allen physischen Körpern, flößt das Buch dem Menschen das größte Vertrauen ein. Das auf dem Lesepult festgemachte Buch wird der Leinwand gleich, die auf den Spannrahmen gezogen ist. Wenn wir völlig von der Tätigkeit des Lesens umschlossen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Sprechen wir über die Physiologie des Lesens. Ein reiches, unausgeschöpftes und anscheinend verbotenes Thema. Von allem Stofflichen, von allen physischen Körpern, flößt das Buch dem Menschen das größte Vertrauen ein. Das auf dem Lesepult festgemachte Buch wird der Leinwand gleich, die auf den Spannrahmen gezogen ist.<br />
Wenn wir völlig von der Tätigkeit des Lesens umschlossen sind, genießen wir hauptsächlich unsere Gattungseigenschaften, erfahren gleichsam die Ekstase einer Klassifikation unserer Wachstumsstufen.<br />
[Armenien, Armenien S. 83]</p></blockquote>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10661&amp;md5=6f0fce3a818da5bc04da72ebd7b1de72" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ossip Mandelstam: Die Reise nach Armenien</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/04/21/ossip-mandelstam-die-reise-nach-armenien/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 09:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[20. Jhd. (Klassiker)]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Armenien]]></category>
		<category><![CDATA[Mandelstam]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer klassische Reiseliteratur erwartet, lässt besser die Finger von Mandelstams hoch poetischer Auseinandersetzung mit Armenien. Ästhetisch ambitioniertere Leser werden dagegen ihre Freude an den widerborstigen kleinen Miniaturen haben, mit denen Mandelstam das kleine Land portraitiert. Höchst Unterschiedliches fängt der Dichter dabei ein. Natur- und Menschenbeobachtungen, kulturanalytische Beobachtungen, kunstkritische Museumsbesuche oder, überraschender, Reflexionen zur Evolutionstheorie. Warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer klassische Reiseliteratur erwartet, lässt besser die Finger von Mandelstams hoch poetischer Auseinandersetzung mit Armenien. Ästhetisch ambitioniertere Leser werden dagegen ihre Freude an den widerborstigen kleinen Miniaturen haben, mit denen Mandelstam das kleine Land portraitiert. Höchst Unterschiedliches fängt der Dichter dabei ein. Natur- und Menschenbeobachtungen, kulturanalytische Beobachtungen, kunstkritische Museumsbesuche oder, überraschender, Reflexionen zur Evolutionstheorie.</p>
<p>Warum reiste Mandelstam 1930 ausgerechnet nach Armenien?</p>
<blockquote><p>Die Lebensfülle der Armenier, ihre rauhe Zärtlichkeit, ein edler Arbeitseifer, ihre unerklärliche Abneigung gegen jede Metaphysik und die herrliche Vertrautheit mit der Welt der realen Dinge &#8211; all dies sprach mir zu: du bist hellwach, hab keine Angst vor deiner Zeit, verstell dich nicht.<br />
[S. 24]</p></blockquote>
<p>&#8220;Verstell dich nicht&#8221; war natürlich das Gegenteil dessen, was der totalitäre Staat nach 1930 von einem russischen Schriftsteller erwartete. Aus dieser Perspektive gelesen, sind Mandelstams Texte auch im hohen Grad Dissidentenliteratur: Ein hochgebildetes Individuum eignet sich ein fremdes Land intellektuell an. Weiter entfernt vom offiziellen sowjetischen Literaturprogramm konnte ein Buch nicht sein.</p>
<p>Ossip Mandelstam: <strong><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518018019/notizen-21">Die Reise nach Armenien</a></strong> (Bibliothek Suhrkamp)</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10529&amp;md5=c87aca432dbff6cd9df9bfca9e5f25a2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Oliver Pfohlmann: Robert Musil</title>
		<link>http://www.koellerer.net/2012/04/14/oliver-pfohlmann-robert-musil/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 11:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Köllerer</dc:creator>
				<category><![CDATA[20. Jhd. (Klassiker)]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Musil]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Musils Leben und Werk in Kürze darzustellen gehört sicher zu den schwierigeren Aufgaben der Literaturwissenschaft. Einerseits bedarf der komplexe intellektuelle Gehalt seiner Werke genügend Raum, andererseits ist die Forschungslandschaft eine unübersichtliche. Alleine zum umfangreichen Nachlass, der zum Verständnis vor allem des Mann ohne Eigenschaften (Notiz) unverzichtbar ist, sind dicke Monographien erschienen. Pfohlmann gelingt beides [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert Musils Leben und Werk in Kürze darzustellen gehört sicher zu den schwierigeren Aufgaben der Literaturwissenschaft. Einerseits bedarf der komplexe intellektuelle Gehalt seiner Werke genügend Raum, andererseits ist die Forschungslandschaft eine unübersichtliche. Alleine zum umfangreichen Nachlass, der zum Verständnis vor allem des <em>Mann ohne Eigenschaften</em> <strong><a href="http://www.koellerer.net/2011/06/12/robert-musil-2/">(Notiz)</a></strong> unverzichtbar ist, sind dicke Monographien erschienen.</p>
<p>Pfohlmann gelingt beides exzellent. Er schafft es, sowohl den soziokulturellen Kontext als auch Musils intellektuelles und ästhetisches Programm prägnant darzustellen. Der schwierige Charakter des Schriftstellers wird ebenfalls nicht ausgespart. Erfrischend auch, dass er sich nicht scheut, klare Worte zum Leseeindruck der problematischeren Texte Musils zu finden. So schreibt Pfohlmann über die <em>Vereinigungen</em>:</p>
<blockquote><p>Auch heutige Leser empfinden die Lektüre nicht selten als strapaziösen Drahtseilakt, bei dem man stets dann erleichtert Atem holt, wenn man einen der wenigen Pfeiler der äußeren Handlung erreicht, zwischen denen die Bilderfolgen aufgespannt sind.<br />
[S. 58]</p></blockquote>
<p>Anders als andere Einführungen, kippt dieses kleine Buch nicht zu sehr in Richtung <em>Mann ohne Eigenschaften</em> um. Pfohlmann bemüht sich, auch den anderen Werken genügend Raum zu geben, und lenkt den Blick erfreulicherweise auch auf für viele Leser noch unbekanntes Terrain. So unterschätze man Musil als Literatur- und Theaterkritiker:</p>
<blockquote><p>Seine Rezensionen sind, ungeachtet ihrer meist zweit- oder gar drittklassigen Gegenstände, mit ihrer sprachlichen und reflexiven Brillanz Höhepunkte der Literaturkritik des 20. Jahrhunderts<br />
[S. 93]</p></blockquote>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass diese gelungene Einführung Musil zu neuen Lesern verhilft. Musil zählt zweifellos zu den klügsten Autoren der Literaturgeschichte. Man kann seine Lesezeit kaum besser investieren als in seine Werke. Die Zinsen sind weit höher als jene auf griechische Staatsanleihen!</p>
<p>Oliver Pfohlmann: <strong><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3499507218/notizen-21">Robert Musil.</a></strong> (rororo monographie)</p>
 <p><a href="http://www.koellerer.net/wp2/?flattrss_redirect&amp;id=10667&amp;md5=a726c407805246ff1403dac7ced66cb3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.koellerer.net/wp2/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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