Skeptizismus

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John Philoponus (490-530) – Der letzte Naturwissenschaftler der Antike?

Aus aktuellem Anlass – siehe mein Alias bei Twitter – hier der Notizen-Eintrag vom 16. Januar 2005 als Re-Post:

He argued brillantly against Aristotle’s world-picture and on several important matters in physics he took up positions which are commonly thought not to have been espoused until Galileo’s day. For example, Philoponus attacked Aristotle’s theory that the earth and the heavens are separate realms which need radically different physical principles to explain them. Philoponus denied that stars were eternal and unchangeable and this rejected the whole basis of what was to become standard medieval cosmology.

He carefully demolished Aristotle’s arguments, showing that they did not make sense in themselves and moreover that they contradicted other things which Aristotle had said. Most significantly, Philoponus made extensive use of personal observation and even experiment to support his own physical theories

[...]

Philoponus’ own theory of falling bodies was not quite right, but the experiment he describes here (which does at least refute Aristotle’s view) was heralded as momentous scientific breakthrough when it was repeated in the seventeenth century

[...]

Philoponus was the last of his kind: as far as one can tell, nobody in Western Europe practised his sort of analysis of nature again until the fourteenth century.

[Anthony Gottlieb: The Dream of Reason. A History of Philosophy from the Greeks to the Renaissance. New York 2000. S. 385f.]

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Biblische Werte

There is not one word in the Bible in praise of intelligence.

Bertrand Russell

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Gesichter der Wirtschafts-Krise

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Empfehlungen: Bart Ehrman

Ehrman schreibt exzellente Bücher über Religionsgeschichte. Er informiert ohne religiöse Voreingenommenheit über aktuelle Erkenntnisse der Bibelforschung und zeigte bereits in mehreren Büchern – angesichts der textlichen Überlieferungsgeschichte – die Naivität derjenigen auf, welche die Bibel für bare Münze nehmen.

Nun gibt es ein neues Buch von ihm, Jesus, Interrupted: Revealing the Hidden Contradictions in the Bible (and Why We Don’t Know about Them).

Meine Notiz zum letzten Buch von Ehrman findet sich hier.

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Museum der Stadt Bad Ischl oder über das Kulturverständnis der Provinz

22.2. 2009

Vor gut einem Monat hatte ich das Vergnügen, das “Museum der Stadt Bad Ischl” zu besuchen. Wer in Ischl unterwegs ist, dem fällt schnell auf, dass an allen Ecken und Enden auf das Stadt-Sein hingewiesen wird, ganz so, als sei man sich dessen doch nicht ganz sicher und müsste sich die Verortung auf der Urbanitätsskala, wenn auch ganz unten, ständig selbst bestätigen.

Nun könnte man einwenden: Was in aller Welt hat in einem Hochkultur-Blog ein Bericht über diese provinzielle Entität zu  suchen? Der Grund heißt Heinz Knapp, ein “Künstler”, der hier eigentlich auch nicht erwähnt werden dürfte, stünde er nicht symptomatisch für die kulturelle und ästhetische Rückständigkeit der Provinz. Ihm ist im “Museum der Stadt Bad Ischl” eine Sonderausstellung gewidmet, was mehr über das Kunstverständnis der Verantwortlichen aussagt als man eigentlich wissen will.

Das Museum selbst führt anhand “klassischer” Exponante durch die Stadtgeschichte. Die Räume sind durchaus sorgfältig kuratiert und vermitteln interessante historische Einblicke. Erwartungsgemäß fehlt aber jedes kritische Bewusstsein. Der Franz-Josefs- und Sissi-Kult feiert fröhliche Urständ – an der Museumskasse gibt es sogar Sissi-Handschmuck käuflich zu erwerben – und man ist bereits positiv darüber überrascht, dass die Unterzeichnung der Kriegserklärung in Ischl erwähnt wird.

Der Unterhaltungstonsetzer Franz Lehár wird ständig servil als “Meister Lehár” tituliert, woran Freunde der gepflegten Schnulze sicher ihre Freude haben.

Höhepunkt des Hauses die Sarsteinersammlung. Hans Sarsteiner (1839-1918) tat das Naheliegende: Er flüchtete regelmäßig aus Bad Ischl und unternahm eine Reihe von Weltreisen. Er brachte viele Exponate zurück nach Österreich, die jetzt im Museum zu sehen sind. Das bringt einen tröstlichen Hauch von weiter Welt in diese Räume, denn man erwartet keinen Samurai-Harnisch in einem oberösterreichischen Museum.

Man könnte die Form der Sonderausstellung nutzen, um kritisch einige Mythen der Stadt zu hinterfragen. Man könnte jungen Gegenwartskünstlern ein Forum bieten. Man könnte ein intellektuelles Kontrastprogramm anbieten als Gegenpol für die kulturelle Ödnis der Stadt. Stattdessen lädt man Heinz Knapp ein, seinen “Passionszyklus” auszustellen. Warum ein Mensch mit Verstand im 21. Jahrhundert religiöse Splatterthemen als Sujet wählt, soll hier gar nicht hinterfragt werden. Dass dies aber in einer künstlerisch derartig peinlichen Form geschieht, ist eine Provinzposse ersten Ranges. Die “besten” Bilder zeugen von dreister Klee-Epigonalität und die Skulptur im Raum (Goliath, wenn ich mich recht erinnere) erinnert ironiefrei an die Blechkulissen von Science Fiction Serien aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts.

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Skeptisches Fundstück

All religions are founded on the fear of the many and the cleverness of the few.
Stendhal

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Richard Dawkins

Dawkins hat seine erfrischende Kampagne gegen religiöse Bigotterie nun auch ins Web 2.0 getragen: Er twittert.

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Stammzellen-Forschung

Der skeptische Think Tank Center for Inquiry begrüßt naturgemäß die Entscheidung Obamas, die Stammzellen-Forschung erneut zu fördern. Ronald A. Lindsay schrieb schon 2006 ein lesenwertes Positionspapier zum Thema:“Stem Cell Research: An Approach to Bioethics Based on Scientific Naturalism” (PDF).

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Skeptische Fundstücke

Wir können uns nie absolute Sicherheit verschaffen, daß unsere Theorie nicht hinfällig ist. Alles, was wir tun können, ist, nach dem Falschheitsgehalt unserer besten Theorie zu fahnden.
(Popper, Objektive Erkenntnis)

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Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner

Dafür sei ihm recht herzlich Hagen Rethers treffendes Portrait gewidmet.

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