Kategorie: Literaturwissenschaft

Der Bauer zu Nathal – Kein Film über Thomas Bernhard

Stadtkino 22.4. 18 Ö 2017 Regie: David Baldinger, Matthias Greuling Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf den Titel: Selbstverständlich ist es auch ein Film über Thomas Bernhard und die ironische Verneinung ist nicht umwerfend originell. Originell und erfrischend ist allerdings das filmische Konzept, die Nachbarn und Ohlsdorfer Mitbürger samt ihrer Auseinandersetzung mit dem berühmten Autor…
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Ein Klassiker wird besichtigt

Erschienen in „Literatur und Kritik“ September 2017 Robert Musil – eine neue Gesamtausgabe und ein neues Handbuch Robert Musil zählt nicht zu den meist gelesenen Klassikern des 20. Jahrhunderts. Auch für Verleger gab es immer schon lukrativere Autoren. Während Thomas Mann oder Thomas Bernhard aufwändig gemachte Werkausgaben bekamen, mussten wir Freunde des Mann ohne Eigenschaften…
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Die ersten Bände der neuen Robert-Musil-Ausgabe

Auf die neue Gesamtausgabe der Werke Musils wies ich bereits an anderer Stelle hin. Hier nur der kurze Hinweis, dass nun die ersten beiden dicken Bände erschienen sind. 38 Jahre nach der letzten Edition! Mann ohne Eigenschaften 1: Erstes Buch, Kapitel 1-75 Mann ohne Eigenschaften 2: Erstes Buch, Kapitel 76-123 Vom großzügigen Satzspiegel her sicher…
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Die neue Robert-Musil-Ausgabe ab Herbst 2016

2009 erschien die im Wesentlichen von Walter Fanta erarbeitete Klagenfurter Musil-Gesamtausgabe. Sie hat aus Sicht der Leser allerdings einen maßgeblichen Schönheitsfehler: Es handelt sich um eine DVD. So erfreulich die Verfügbarkeit eines zuverlässigen Textes für die Literaturwissenschaft auch sein mag, eines der wichtigsten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts muss auch in Buchform verfügbar sein. Diesen…
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Dichter beschimpfen Dichter

Wessen Interesse an der Weltliteratur sich auch auf deren Autoren erstreckt, wird schnell konstatieren: Es gab schon immer viel Neid und Bosheit im Literaturbetrieb. Wer das bezweifelt, kann sich in der inzwischen zehn Jahre alten Anthologie Dichter beschimpfen Dichter ein beeindruckendes Bild machen. Jörg Drews war beim Zusammensuchen der Zitate federführend. Angeordnet sind sie nach…
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Bill Bryson: Shakespeare. The World as Stage

Über kaum einen Autor wurde mehr geschrieben als über Shakespeare. Egal wie esoterisch das Thema: Man findet gleich mehrere Bücher dazu. Angesichts dieser Flut an Sekundärliteratur ist nichts schwieriger als eine gute Einführung zu schreiben. Genau das gelingt Bill Bryson in diesem schmalen Büchlein. Er neigt weder zur Hagiographie noch zur übertriebenen Originalitätssucht – bekanntlich…
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Manfred Mittermayer: Thomas Bernhard. Eine Biographie

Erschienen in „Literatur und Kritik“ Mai 2016 Die meisten Leser Thomas Bernhards kennen dessen Leben aus seinen autobiographischen Schriften, die in fünf Teilen zwischen 1975 und 1982 veröffentlicht wurden. Nicht in chronologischer Reihenfolge: Die frühesten Erinnerungen erscheinen unter dem Titel „Ein Kind“ erst als letztes Buch der Reihe. Bereits während meines Germanistikstudiums in Salzburg versuchte…
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Yale-Vorlesung über den „Don Quijote“

Kürzlich wies ich in Allgemeinbildung auf You Tube darauf hin, dass diese beliebte Videoplattform auch eine Fundgrube für hochwertiges Material ist. Unter den zahlreichen dort zu findenden Yale Courses interessiert mich einer besonders: Die vierundzwanzigstündige Vorlesung von Prof. Roberto González Echevarría über den Don Quijote. Warum ich das Buch besonders schätze, kann man in dieser…
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Kindlers Literaturlexikon

Der Kindler ist das umfangreichste deutschsprachige Lexikon der Weltliteratur, dessen dritte und vorläufig letzte Auflage 2009 erschienen ist. Wem die 2400 Euro damals zu teuer waren, der bekommt die 18 Bände jetzt in einer Sonderausgabe für 999 Euro.

Eine Biographie des Romans

Knapp 1200 Seiten benötigt Michael Schmidt für seine neue Biographie des Romans. Entsprechend schwergewichtig ist das Buch, von dem ich mir bewusst nicht die Kindleversion bestellte. Obwohl ich es noch nicht las, beeindruckt mich Schmidts Ambition, alleine eine Geschichte des Romans anzugehen. Eine sehr ausführliche Rezension schreibt William Deresiewicz für The Atlantic: Schmidt’s account is…
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