Kategorie: Kulturveranstaltungen

Klassizismus in Wien und die Kunst des Steinschnitts

2.3. Zwei interessante Ausstellungsbesuche. Zuerst Antike in Wien – Die Akademie und der Klassizismus um 1800 in der Gemäldegalerie am Schillerplatz. Gemälde und ausgewählte Skulpturen geben einen guten Überblick über die klassizistische Bewegung in Wien. Dominierend sind (wenig überraschend) Gemälde mit mythologischen Motiven, es finden sich aber auch zahlreiche Selbstportraits der Beteiligten. Eine gute Gelegenheit,…
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Alban Berg Quartett (Haydn, Janácek,…)

Haydn: Streichquartett C-Dur Hob. III/77 Janá?ek: Streichquartett Nr. 1 Beethoven: Streichquartett f-moll op. 95 Konzerthaus 16.2. Wie das auf das ABQ zugeschnittene Programm schon vermutet läßt: Es war ein großartiges Konzert, und ich fürchte das mir langsam die positiven Adjektive dafür ausgehen. Besonders gut in Form Gerhard Schulz (2. Violine), der energischer als sonst an…
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John Osborne: Der Entertainer

Burgtheater 13.2.03 Regie: Karin Beier Billy Rice: Martin Schwab Jean Rice: Alexandra Henkel Archie Rice: Karlheinz Hackl Die passionierten Theatergänger wissen es: Selbst in einer Theaterstadt wie Wien sind von zehn Aufführungen fünf (im guten Sinn) mittelmäßig, vielleicht drei gut oder sehr gut, und zwei katastrophal schlecht. In die letzte Kategorie fällt diese Inszenierung, nach…
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Verdi: Rigoletto

Staatsoper 8.2. Regie: Sandro Sequi Dirigent: Vjekoslav Sutej Rigoletto: Franz Grundheber Herzog von Mantua: Roberto Aronica Gilda: Stefania Bonfadelli Zwar zähle ich mich nicht zu den großen Freunden der italienischen Oper, sondern bevorzuge die deutschsprachige Spielart der Gattung (von Mozart über Wagner und Richard Strauss zu Alban Berg). Trotzdem setze ich mich ab und zu…
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Tennessee Williams: Die Nacht des Leguan

Akademietheater 6.2.03 Regie: Peter Zadek Maxine Faulk: Eva Mattes Shannon: Ulrich Tukur Hannah Jelkes: Angela Winkler Man sollte meinen, knapp vier Stunden Theater seien genug, um sich ein Urteil über ein Stück zu bilden. Weit gefehlt. Im Viertelstundenrhythmus änderte sich mein Eindruck. Fest steht jedenfalls: Das Werk trägt keine vier Stunden Theater. Außerdem ist es…
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Klangforum Wien (Webern, Sciarrino,…)

Anton Webern: Fünf Stücke für Orchster op. 10 (1911-13) Salvatore Sciarrino: Introduzione all’oscurio (1981) Anton Webern: Symphonie op. 21 (1928) Olga Neuwirth: torsion: transparent variation Anton Webern: Sechs Orchesterstücke op. 6 (1909/1920) Konzerthaus 29.1. Es war durchaus nicht das erste Mal, dass ich Werke Weberns im Konzert hörte, so erinnere ich mich (hoffentlich richtig) an…
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Alban Berg Quartett (Schnittke, Beethoven)

Schnittke: Streichquartett Nr. 4 (1989) Beethoven: Streichquartett cis-moll op. 131 Konzerthaus 27.1. Schnittke komponierte sein viertes Streichquartett für das Alban Berg Quartett, und es gehört zum Abgründigsten, was ich von Schnittke bisher hörte. Die Stimmung des Werkes ist düster, und schöpft die Möglichkeiten an Dynamik und Klangfarben eines Streichquartetts bis in Extreme aus. Wenn das…
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Schiller: Kabale und Liebe

Volkstheater 22.1.03 Regie: Martin Schulze Ferdinand: Florian Teichtmeister Luise: Chris Pichler Präseident von Walter: Toni Böhm Miller: Thomas Stolzetti Wurm: Christoph Zadra Das Wiener Volkstheater betrete ich gewöhnlich mit einer sehr mäßigen Erwartungshaltung, desto angenehmer überraschte mich die Inszenierung. In reduziertem, modernen Ambiente nahmen die Kabalen samt Liebestragödie ihren Lauf. Weder übertriebenes Pathos, noch artifizielle…
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Molière: Der Menschenfeind

Theater in der Josefstadt 18.1.03 Regie: Günter Krämer Alceste: Helmut Lohner Philinte: Michael Dangl Eine für die Josefstadt „avantgardistische“ Inszenierung: Zusammengeschnittene Szenen, eine kühle Bar auf der Bühne, künstlich stilisierte Sprechakrobatik, weit aufgerissene Augen durch monokelähnliche Augen-Aufsätze. Ein ambitioniertes Motiv: Die szenische Spiegelung der Menschenfeindlikeit des Alceste. Schwer zu sagen, warum die Aufführung dennoch völlig…
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Gustav Klimt und Franz Xaver Messerschmidt

Gleich zwei außergewöhnliche Ausstellungen sind im Belvedere zu sehen. Der Andrang zu den Landschaftsbildern des Gustav Klimt ist enorm. Während ich mit Klimts Hauptwerken verhältnismäßig wenig anfangen kann, sind viele seiner Landschaftsgemälde sehr faszinierend: Das Oszillieren zwischen Figürlichem und Abstraktem, die leuchtenden Farben sowie die pointillistische Harmonie vieler Kompositionen hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Fassungslos machte…
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