Kategorie: 18. Jhd. (Klassiker)

Warum Goethe lesen?

Diese nicht-rhetorische Frage stellte man mir kürzlich auf Twitter und sie erheischt natürlich eine über 140 Zeichen hinaus gehende Antwort. Warum Klassiker-Lektüre allgemein wünschenswert ist, beantwortete ich ja bereits an anderer Stelle. Goethe ist einer der stetigen Begleiter meines Leselebens. Woran das liegt, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Um mit dem offensichtlichsten Grund…
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Friedrich Schiller: Der Parasit

Burgtheater Regie: Matthias Hartmann Narbonne: Udo Samel Madame Belmont, seine Mutter: Kirsten Dene Charlotte, seine Tochter: Yohanna Schwertfeger Selicour: Michael Maertens La Roche: Oliver Stokowski Firmin: Johann Adam Oest Karl Firmin: Gerrit Jansen Michel, Kammerdiener: André Meyer Robineau, Selicours Vetter: Dirk Nocker Schiller als Autor zu nennen, ist eigentlich nur bedingt korrekt. Das Stück stammt…
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Über Goethe

Aus Thomas Bernhards Auslöschung: Von Spadolini war ich dann merkwürdigerweise auf Goethe gekommen: auf den Großbürger Goethe, den sich die Deutschen zum Dichterfürsten zugeschnitten und zugeschneidert haben, habe ich das letzte Mal zum Gambetti gesagt, auf den Biedermann Goethe, den Insekten- und Aphorismensammler mit seinem philosophischen Vogerlsalat, so ich zu Gambetti, der natürlich das Wort…
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Harold Bloom

The Western Canon The Books and School of the Ages. (Riverhead Books) Bloom ist ein großer Kenner, wenn es um Klassiker geht. Seine von der Psychoanalyse inspirierten literaturtheoretischen Vorstellungen sind aber sehr fragwürdig. Man liest Bloom also am besten als Leser und als Polemiker, nicht als Literaturwissenschaftler. Polemiker deshalb, weil er an der postmodernen Umgestaltung…
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Lessing: Philotas

Vestibül des Burgtheaters 26.6. Regie: Michael Höppner Philotas: Simon Kirsch König Aridäus: Markus Hering Strato: Bernd Birkhahn Parmenio: Jürgen Maurer Viele Dramenentwürfe schrieb Lessing. Philotas gehört zu den wenigen kleineren Werken, die er vollendet hat. „Klein“ bezieht sich allerdings nur auf die Länge des Stücks. Es ist ein hochgradig ambivalenter Text, der in der Forschung…
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Wielands Werke werden verscherbelt

Wem Wielands Werke noch in der Bibliothek fehlt, der kann jetzt bei 2001 den jüngsten Reprint in 15 Bänden für bescheidene 50 Euro erwerben. Ich habe vor Jahren nach langer antiquarischer Suche 120 Euro dafür bezahlt. Ausführlicher dazu Giesbert Damaschke.

Daniel Defoe

Susanne Ostwald gedenkt in der NZZ Daniel Defoe anlässlich dessen 350. Geburtstags.

“Wie man ließt”

Christoph Martin Wieland beschreibt in dieser hübschen Anekdote die Tücken der Rezeption aus Sicht des Autors. Ein Auszug: Das Unglük, obenhin, unverständig, ohne Geschmak, ohne Gefühl, mit Vorurtheilen, oder gar mit Schalksaugen und bösem Willen gelesen zu werden – oder, wie die meisten Leser, die nur zum Zeitvertreib in ein Buch gucken – oder zur…
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Goethe: Faust – Der Tragödie erster Teil

Burgtheater 21.11. Regie: Matthias Hartmann Heinrich Faust: Tobias Moretti Mephistopheles: Joachim Meyerhoff Gretchen: Katharina Lorenz Marthe Schwerdtlein: Maria Happel Der Herr: Ignaz Kirchner Unbedingt wollte ich Joachim Meyerhoff noch als Mephisto sehen, der bis Ende November die Rolle des erkrankten Gerd Voss übernommen hat. So pilgerte ich online und offline durch diverse Kartenbüros und kaufte…
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Münchner Goethe Ausgabe zum Spottpreis

Die meiner Meinung nach beste aktuelle Goethe-Ausgabe wird nun zum unwürdigen Preis von 99.- Euro angeboten, etwa bei Zweitausendeins Wohlfeil für etwas, mit dem man sich dann Jahrzehnte beschäftigen kann.