Fremdsprachig

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Das “Literarische” Quartett

Seit heute wissen wir es endlich, warum MRR, der größte aller großen Literaturkenner, ambitionierte Romane verabscheut: In ihnen fehle bei Dialogen oft „Er sagt“ und „Sie sagt“, weshalb man sich nicht auskenne, belehrte er sein Publikum. Liebe Autoren, warum müsst Ihr es denn Euren Lesern SO schwer machen? ;-)

Aber man muss den Mut des ZDF selbstverständlich loben, so anspruchsvolle erzähltheoretische Debatten in sein Programm aufzunehmen …

Michel Houllebeqc: Ausweitung der Kampfzone

Ein Informatiker schreibt ein Buch und löst in Frankreich eine heftige Literaturdebatte aus. Der zynische Blick des Protagonisten, der sich von einem kalt-distanzierten im Laufe des Romans in einen verzweifelt-distanzierten verwandelt, ist handwerklich solide konzipiert. Die aus der Innenperspektive kolportierten Klischees passen gut zur Figur und runden das psychologische Portrait glaubwürdig ab. Das Formale passt zum Inhaltlichen: Es ist nicht übermäßig aufregend. Trotzdem ist die Lektüre keine Zeitverschwendung, weshalb ich gelegentlich noch andere Bücher des Autors lesen werde, um mir ein endgültiges Urteil zu bilden.

Michel Houllebeqc: Ausweitung der Kampfzone (rororo)

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Aktuell in Arbeit

„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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