Best Of

Eine Notizen-Auswahl zum Kennenlernen

|<..2345

Hobbes’ “Leviathan”

Meine paar Bemerkungen zu Hobbes finden sich gesammelt auf folgenden Seiten: Leviathan Erster und Zweiter Teil, Dritter Teil und Vierter Teil.

Klug beobachtet

Seht doch nur, wie die Leute darauf abgerichtet sind, sich vereinnahmen und mitreißen zu lassen! Das geschieht überall, in kleinen Dingen wie in großen; ob es sie selbst betrifft oder nicht, unterschiedslos springen sie ein, wo immer eine Arbeit oder Aufgabe zu erledigen ist – fehlt ihnen diese hektische Betriebsamkeit, sind sie ohne Leben. Sie beschäftigen sich um der Beschäftigung willen, dies aber weniger, weil sie unentwegt rennen wollen, sondern mehr, weil sie nicht stehenbleiben können: wie ein im Fallen befindlicher Stein etwa, der auch nicht vorm Aufschlagen einhält.

Für bestimmte Leute ist Geschäftigkeit das Kennzeichen von Kompetenz und Geltung. Ihr Geist sucht seine Ruhe im ständigen Hin und Her – wie Säuglinge die ihre im Schaukeln der Wiege. Sie können von sich sagen, ihren Freunden gleichermaßen dienlich wie sich selber undienlich zu sein. Sein Geld verschleudert niemand an andre, jeder aber seine Zeit und sein Leben. Mit nichts geht man so freigebig um wie mit diesen – den einzigen Dingen, mit denen zu geizen lobenswert und uns nützlich wäre.
[Montaigne III,10]

Victor Hugo: Die Elenden. 3 Bände

Die 1500 Seiten dieses Romans schrieb Victor Hugo zwischen 1845 und 1862 (mit Unterbrechungen). Nach der Publikation wurde er zu einem Welterfolg und gehört nach wie vor zu den bekanntesten Romanen des 19. Jahrhunderts. Hinreichende Gründe, diese umfangreiche Lektüre anzugehen.

Zu Beginn stellt sich die Formfrage: Ist es tatsächlich ein Roman? Dafür spricht, trotz zahlreicher Exkurse aller Art, dass es ein durchgehendes Handlungsgerüst samt Hauptfiguren gibt, welche im Zentrum des Werks stehen. Dagegen könnte man einwenden, dass der strukturelle Zusammenhalt oft nur lose ist und jeder der fünf Teile eine eigenständige Exposition aufweist. So ist man vermutlich näher an der Wirklichkeit, wenn man „Die Elenden“ als eine Romanserie kategorisiert.

Hugo malt sein umfangreiches Sittenpanorama Frankreichs anhand der Lebensgeschichte des ehemaligen Zuchthäuslers Jean Valjean. Dieser fängt nach der Begegnung mit dem als Heiligen stilisierten Bischof Myriel ein neues Leben an. Er wirkt als Wohltäter der Gesellschaft und wird durch eine industriell verwertbare Erfindung reich. Als durch eine Verwechslung ein Unschuldiger an seiner Statt ins Bagno geschickt werden soll, offenbart Jean Valjean aus Gewissensgründen seine Identität und wird erneut ein Häftling. Sein Gegenspieler ist der Polizeiinspektor Javert, ein fanatischer Polizist, der Jean Valjean um jeden Preis zur Strecke bringen will. Sein sturer Rechtspositivismus erlaubt keine Gnade. Als ihm Valjean gegen Ende des Werks das Leben rettet, verwirrt Javert diese Tat so sehr, dass er Selbstmord begeht.

Weitere zentrale Figuren sind Cosette, um die sich Valjean wie ein Vater kümmert, sowie deren späterer Ehemann Marius, ein idealistischer junger Mann aus Paris, wie man ihn auch aus dem Werk Balzacs kennt.

Das Ziel Hugos ist zweifellos enzyklopädischer Natur: Geschichte und Gesellschaft der nachnapoleonischen Zeit so umfangreich wie möglich darzustellen. Der Schwerpunkt liegt dabei, wie der Titel „Die Elenden“ deutlich macht, auf den Problemen der sozial Schwachen. Eine Fülle von Nebenfiguren aller Couleur erfüllen diesen Zweck. Gleichzeitig gibt es eine Menge von historischen und anderen Exkursen, etwa über das Pariser Kanalsystem.

Die größte Schwäche des Werks ist denn auch diese Disparatheit. Formal kann Hugo diese Fülle nicht überzeugend zusammenhalten. Der Rhythmus des Romans wird immer wieder unangenehm durchbrochen. Dies könnte eine ästhetisch moderne Strategie sein, doch von Modernität ist Hugo weit entfernt. Er bleibt in Sachen Realismus regelmäßig hinter Balzacs Erzählkunst zurück. So detailverliebt er viele Lebensumstände auch beschreibt, so unrealistisch sind eine Reihe seiner Figuren. Als Beispiele seien Bischof Myriel und Jean Valjean und deren „Heiligkeit“ genannt.
Die Handlung greift nicht selten auf Melodramatik und unwahrscheinliche Kolportage zurück, was durchaus unterhaltsam sein kann. Das übergangslose Anschließen eines historisch-politischen Kapitels an eine „triviale“ Passage wirkt jedoch völlig deplatziert und verstärkt die kompositorische Schwächen exponentiell.

Die Verknüpfung von großer Geschichte mit einer Romanhandlung ist ausgesprochen schwierig. Selbst Tolstoi scheiterte in „Krieg und Frieden“ daran, dem ebenfalls diese expliziten historischen Kommentare schaden. Hätte sich Hugo darauf beschränkt, die Handlung mit entsprechenden Ereignissen zu verknüpfen, was er mit den Abschnitten über Waterloo und die Barrikaden im Juli 1832 vorzüglich kann, hätten „Die Elenden“ sehr gewonnen. Ein herausragendes Beispiel dieser empfehlenswerten Vorgehensweise lieferte viel später Heimito von Doderer mit seinen „Dämonen“ ab.

Trotzdem las ich diese 1500 Seiten nicht ungerne. Der Schwächen ungeachtet, lebt man einige Zeit mit interessanten Figuren. Zu einer Lektüre würde ich aber nur dann raten, wenn man die deutlich besseren „Wälzer“ dieser Zeit bereits gelesen hat, also die großen russischen Romane etwa und die gelungeneren von Dickens wie „Bleak House“.

Victor Hugo: Die Elenden (Volk & Welt)

Israel, Ende Februar [2006]. Ein Kulturbrief

[Nachzulesen in „Literatur und Kritik“ Mai 2006]

Pünktlich landet der Flug OS 0857 in Tel Aviv, und die Stewardess spult mit üblicher Routine ihre Hinweise über die möglichen unerwünschten Auswirkungen der Schwerkraft auf das Handgepäck ab. Abweichend vom Standardtext wünscht sie den Passagieren schließlich keine „pleasant“, sondern „a safe journey“. Willkommen im Nahen Osten.

Die Palästinenser entschlossen sich vor wenigen Wochen, ihre politische Zukunft den Islamisten der Hamas anzuvertrauen. Der Karikaturenstreit überschritt den ersten Höhepunkt und man wurde des Flaggenverbrennens langsam überdrüssig. Die mediale Mobilmachung von CNN & Co. noch im Bewusstsein, will ich dieser Inszenierung eigene Erfahrungen entgegen setzen.
Ist man als Europäer tatsächlich das neue Feindbild in der arabischen Welt? Abgesehen vom Gazastreifen und der Westbank, bietet Ost-Jerusalem wohl die beste Gelegenheit, mit Arabern ins Gespräch zu kommen. Mein Hotel „The Olive Tree“ liegt im besetzten Osten der Stadt, unweit des arabischen Teils der Altstadt. Die Warnungen der deutschen Obrigkeit in den Wind schlagend, welche große Vorsicht beim Besuch der historischen Viertel dringend ans Herz legte, spaziere ich durch das Damaskustor in das Gassenlabyrinth. Schon bald nähert sich mir eine Gruppe arabischer Jugendlicher. Mich skeptisch musternd kamen sie langsam näher, um mir dann lachend ein „Welcome in Jerusalem“ zuzurufen. Animositäten gegen Europäer kann ich trotz ausgiebiger Fußmärsche nicht beobachten. Die Stimmung auf arabischer Seite ist gedrückt, was angesichts der Omnipräsenz des israelischen Militärs wenig überrascht. Größere Gruppen junger Wehrpflichtiger mit ihren Sturmgewehren auf dem Rücken patrouillieren durch die engen Gassen. Die Schaufenster, die ab und zu mit großen Portraits Arafats geschmückt sind, scheinen sie nicht zu stören.

Die Allgegenwärtigkeit von Waffen ist für in Mitteleuropa sozialisierte Menschen verblüffend. Junge Rekruten sind stets in voller Bewaffnung auf der Straße unterwegs. Selbst am Frühstücksbuffet des Ramon Inn, seines Zeichens das einzige Hotel in der verschlafenen Wüstenstadt Mizpe Ramon, holen sich zwei junge Männer mit umgehängtem Gewehr ihr Gebäck. Schulklassen müssen laut Gesetz von mindestens zwei bewaffneten Erwachsenen begleitet werden, so dass es schon Sechsjährigen nicht verborgen bleiben kann, dass sie ihres Lebens nicht sicher sind. Israel erweckt von den Golanhöhen im Norden bis zum vierhundert Kilometer entfernten Eilat am Roten Meer den Eindruck großer Wehrhaftigkeit. Allzeit zu allem bereit scheint das Motto vor allem der Jugend zu sein. In Yad Vashem weist mich ein Angestellter darauf hin, dass es viele Jugendliche nur schwer akzeptieren könnten, dass die europäischen Juden dem Völkermord nicht mehr Widerstand leisteten. In Zukunft nie mehr wehrlos sein zu wollen, ist offenkundig wichtiger Teil der Mentalität der jungen Israeli.

Die ständigen Sicherheitskontrollen verschärfen diesen Eindruck zusätzlich. Selbst beim Besuch eines Dorfgasthauses in En Kerem muss man seine Taschen entleeren und erträgt geduldig das Piepsen des Metalldetektors.

Es lasse sich kaum Geld verdienen, erklärte mir ein junger Jerusalemer Taxifahrer, um anschließend ausgiebig über die schlechte allgemeine wirtschaftliche Lage zu klagen. Ein fliegender Souvenirverkäufer, der trotz der wenigen Touristen in Jerusalem sein Glück versucht, erzählt mir, er komme eigentlich aus Bethlehem, wo angesichts der angespannten Lage nun die Touristen schon wieder ausblieben, und er nicht wisse, wie er seine Familie ernähren soll. In der zweiten Jahreshälfte 2005 kam der Tourismus langsam wieder in Schwung. Es wird sich weisen, ob das nur eine kurze Unterbrechung der jahrelangen Flaute war.

Während der klassische Tourist seit der zweiten Intifada Israel als Reiseziel mied, galt dies nur eingeschränkt für Pilger. Wer mit göttlichem Beistand reist, sieht offenbar potenzielle Gefährdungen weniger dramatisch. Überhaupt dürfte es weltweit kein Land geben, in dem sich eine so große Vielfalt an Religionen samt ihren Anhängern beobachten lässt. Allein in Jerusalem sind die Varianten des Christentums kaum zu zählen. Wer im komplexen Geflecht der feinen theologischen Unterschiede den Überblick verliert, kann sich vertrauensvoll an das „Christian Information Center“ beim Jaffator wenden. Die Eifersüchteleien der einzelnen Konfessionen über die Heiligen Stätten sind legendär und wurden mit der religiösen Streitereien eigenen Verbissenheit geführt. 1757 versorgten griechische Mönche beispielsweise ihre Anhänger mit Waffen und metaphysischer Munition, worauf diese in der Nacht vor Palmsonntag nicht nur Vandalenakte in der Basilika des Heiligen Grabes verübten, sondern im Anschluss daran auch noch das Kloster der Minoriten stürmten, um die Mönche zu massakrieren. 1873 und 1901 kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen griechisch-orthodoxen und katholischen Mönchen. Wer sich für diese und andere Akte der Nächstenliebe interessiert, dem sei Bernard Wassersteins Monographie „Jerusalem. Der Kampf um die heilige Stadt“ (München 2002) empfohlen. Der Schlüssel der Grabeskirche wird deshalb sinnigerweise seit vielen Generationen von einer moslemischen Familie verwahrt.

Raufereien zwischen kirchlichen Würdenträgern konnte ich nicht beobachten. Sogar die beiden Malteser Ritter mit ihren pittoresken weißen Umhängen hatten ihre Schwerter zu Hause gelassen. Aber trotz der ungeheuren Zahl an Kirchen in der Jerusalemer Altstadt stellt man unschwer fest, dass die konfessionellen Einflusssphären streng abgegrenzt sind. Am augenscheinlichsten schlägt sich das in den verschiedenen Räumen der Grabeskirche nieder. Durch die vielen Anbauten entstand ein architektonischer Moloch, der zwar hintersinnige religionsphilosophische Analogien nahe legt, aber Freunde der Baukunst nur den Kopf schütteln lässt.

Die christlichen Stätten im Norden sind weniger beeindruckend. Rund um den See Genezareth gibt es in Kafarnaum (Kefar Nahum) eine sehenswerte Ausgrabungsstätte. Es handelt sich um ein Fischerdorf aus der Zeit des Neuen Testaments. Die Strukturen der Wohnhäuser sind gut erkennbar. Daneben das (angebliche) Haus des Petrus, der bekanntlich sofort die Gelegenheit ergriff, seinen mühseligen Fischerberuf samt Familie zu verlassen, und sich auf den bequemeren Beruf des Apostels verlegte.

Unweit davon, auf dem Hügel Schech‘ Ali (Berg der Seligpreisungen), dem legendären Ort der Bergpredigt, befindet sich die in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts von Antonio Baluzzi errichtete elegante Kirche. Innen singt, nein schreit eine vermutlich südkoreanische Pilgergruppe, offenbar in der Annahme, im Himmel gäbe es keine Hörgeräte.
An vielen dieser christlichen Stätten sind nur moderne Gebäude mit bescheidenen ästhetischen Qualitäten zu finden. Deshalb ist es oft lohnender, anstatt der Bauwerke die Pilger zu beobachten.

An Nazareth lässt sich schön eines der Prinzipien der historischen Jesusforschung demonstrieren. Es besagt, dass Überlieferungen, für deren Erfindung es keinen guten Grund gibt, mit höherer Wahrscheinlichkeit authentisch sind, als andere. Nazareth war zu Zeiten Jesus‘ ein unbedeutendes Dorf, das im Alten Testament nicht erwähnt wird. Es gab also keinen ideologisch plausiblen Grund, Jesus ausgerechnet in diesem Kaff aufwachsen zu lassen.
Synagogen gibt es in Jerusalem ebenfalls in großer Anzahl. Nach der Besichtigung unzähliger Kirchen benötigt man etwas Zeit, um sich vom Entblößen des Kopfes als Respektbekundung auf das Bedecken desselben zum selben frommen Zweck umzustellen. Wer sich mit der Geschichte des Synagogenbaus beschäftigen will, sollte unbedingt das Israel Museum besuchen, in dem man drei historische Innenräume mit Originalteilen rekonstruiert hat. (indisch, italienisch und bayerisch).

An der Klagemauer herrscht Hochbetrieb. Neben den zahlreichen Betenden findet dort eine Bar Mizwa statt. Als junger Katholik erhält man als Zeichen der Vollmitgliedschaft von seinem Bischof eine symbolische Ohrfeige, auf das kein Zweifel über die Autoritätsverhältnisse bestehe. Eine Bar Mizwa dagegen läuft als fröhliches Fest ab. Die Stimmung ist heiter und ausgelassen. Der Junge wird lachend von Verwandten auf den Schultern getragen. Andere lassen Süßigkeiten auf die Feiernden herabregnen.

Nun sind, schon aus Gründen der religiösen Ausgewogenheit, noch ein paar Worte über den Islam angebracht. Während es Juden von ihrem Rabbinat streng verboten ist, den Tempelberg zu besteigen, darf man als Reisender am Morgen dieses berühmte Wahrzeichen der Stadt kurz betreten. Jerusalem gilt im Islam (nach Mekka und Medina) als die drittheiligste Stadt und ist damit selbstverständlich auch das religiöse Zentrum der Muslime in Israel. Leider kann man die Al Aqsa Moschee seit Ausbruch der zweiten Intifada nicht mehr besichtigen. Steht man auf dem Tempelberg mit der Klagemauer unter sich und den zahlreichen Kirchen in der Altstadt vor sich, denkt man zwangsläufig über die Zukunft dieser außergewöhnlichen Stadt nach. Der Blick fällt auf die schwer bewaffneten Soldaten und die Gedanken kreisen um den gordischen Knoten des religiösen und politischen Hasses. Skeptisch steige ich hinab in die turbulente Altstadt und versuche, die Erkenntnis beiseite zu schieben, dass die Jerusalemfrage noch sehr lange die Weltöffentlichkeit beschäftigen wird.

Bibliomane Betrachtungen (6)

Der wirkliche Liebhaber von Büchern muß sie gar nicht alle gelesen haben. Wichtig ist, daß man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch und man hat es zur Verfügung – für die Zukunft.
(Umberto Eco)

Die Änderungen im Leseverhalten schlagen sich auch im Umgang mit meiner Privatbibliothek nieder. Mein Ziel ist es nach wie vor, eine vorzügliche Arbeitsbibliothek aufzubauen, welche die wichtigsten Klassiker zum Gebrauch vorhält. Inzwischen beläuft sich die Zahl der Bücher auf ca. 5100. „Arbeitsbibliothek“ ist ein wichtiges Stichwort: Wenig Verständnis habe ich für Sammler, die ihre Bücher wie Schätze hüten, und bereits nervös werden, wenn man ihre Heiligtümer nur ansieht. Wer Bücher wie Reliquien behandelt, kann ebenso gut Bierdeckel sammeln. Für mich dienen Bücher ausschließlich als Werkzeug für diverse Zwecke. Sie sind in erster Linie Kommunikationsmittel in der zeitlosen Republik der Bücher. Natürlich behandele ich sie auch schonend, insofern es Sinn macht. Anstreichungen und Kommentare mit Bleistift sind aber ebenso an der Tagesordnung wie das Einkleben von Indexstreifen, um das Auffinden wichtiger Stellen zu erleichtern. Wird ein Exemplar „zerlesen“, was sehr selten vorkommt, wird ein Ersatz angeschafft.

Die wiederholte Beschäftigung mit Klassikern spricht gegen Taschenbücher. Deshalb kaufe ich, wenn immer möglich, gute gebundene Exemplare. Findet sich ein Titel gebraucht im Amazon Marketplace, bei Booklooker oder im Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher, desto besser. Sukzessive ersetze ich deshalb auch vorhandene Taschenbücher durch Leinenbände. Zwei Werkausgaben habe ich gerade subskribiert: Die große neue Ausgabe der Werke Thomas Manns sowie die bei Suhrkamp publizierte, sehr schöne Edition der Werke des Thomas Bernhard.

In den letzten Jahren verschob sich das Verhältnis von Gegenwartsliteratur zu Klassikern hin zu letzteren. Es fällt mir auch zunehmend leicht, mich von „nichtklassischen“ Titeln zu trennen. Hob ich früher so gut wie alles auf, frei nach dem Motto: „Man weiß ja nie, ob man ein Buch germanistisch oder literaturkritisch noch mal benötigt“, steht nun der Qualitätsaspekt im Mittelpunkt. Schlechte oder mittelmäßige Bücher sind Platzverschwendung. Bei Bedarf kann man sie sich auch leicht wieder besorgen.
Meine Bibliothek hat also einen deutlichen Klassikerschwerpunkt. Daneben gibt es nach wie vor viel Literatur nach 1945 und Gegenwartsliteratur. An zweiter Stelle steht germanistische und philosophische Fachliteratur sowie historische Bücher. Schließlich folgen naturwissenschaftliche, „musikalische“ und kunsthistorische Titel. Für eine Arbeitsbibliothek unabdingbar sind Lexika. Eine Encyclopaedia Britannica aus dem Jahre 1997 nimmt den prominentesten Platz ein, flankiert durch eine Reihe von historischen Großlexika, so die berühmte 11. Auflage der Britannica (1911), die zweite (1861ff.) und sechste. Auflage (ca. 1908) des Meyer. Flankiert von kleineren historischen und aktuellen Nachschlagewerken.

Teil 7

Bibliomane Betrachtungen (2)

Bei meinen Untersuchungen unserer Beweggründe und Verhaltensweisen sind mir jedenfalls die erdichteten Zeugnisse, soweit sie möglich erscheinen, ebenso dienlich wie die wahren. Geschehen oder nicht, in Paris oder Rom, dem Hinz oder Kunz – stets zeigen sie mir, wozu Menschen fähig sind, und das zu wissen ist mir nützlich: Ich sehe mir jedes Beispiel an und ziehe hieraus, ob Wirklichkeit oder deren Schatten, meinen Gewinn; und von den verschiedenen Lesarten, die solche Geschichten oft bieten, bediene ich mich der jeweils ungewöhnlichsten und denkwürdigsten.
(Montaigne, Über die Macht der Phantasie)

Die Frage, warum ich seit ein paar Jahren weniger in die Breite lese, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die mindestens zehn Jahre betriebene extensive Lektüre führten mir wohl vor Augen, wie viele herausragende Werke der Weltliteratur existieren. Mit einer einmaligen Lesen derselben bleibt man selbst bei genauer Lektüre an der Oberfläche. Das Verlangen nach einem besseren Verständnis stellt sich automatisch ein.
Gleichzeitig steigt der Qualitätsanspruch. Man gewöhnt sich schnell an herausragende Bücher. Deshalb scheint es unvernünftig zu sein, fünfzig weitere Bücher zu lesen, um dann im einundfünzigsten ein weiteres Meisterwerk zu entdecken, wenn man auf der anderen Seite schon mehrere Dutzend Titel kennt, deren Lektüre absolut lohneswert ist, die aber mental bereits verblasst sind.
Psychologisch betrachtet, mangelt es mir zunehmend an Geduld. Kam es vor zehn Jahren kaum vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende las, erlege ich mir diesbezüglich nun keine Hemmungen mehr auf. Früher mußte ein Werk sehr schlecht sein, damit ich es beiseite legte. Heute kann ich Mittelmaß schon kaum mehr ertragen. Das gilt auch für andere Kunstsparten. Wie erinnerlich verließ ich im Januar „Idomeneo“ bereits in der Pause, weil mich die lähmende Durchschnittlichkeit der musikalischen Darbietung deprimierte.
Nun ist es unter Literaturfreunden eine Binsenweisheit, dass gut abgelegene Bücher statistisch gesehen besser sind als Neuerscheinungen. Wenn ein Buch ein paar Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte überlebt und über die Zeit hinweg auf Interesse stieß, spricht das für ungewöhnliche Qualität. Damit will ich nicht sagen, dass alle gemeinhin als „Klassiker“ bezeichneten Werke ausgezeichnet sind, noch dass nicht viele Bücher zu Unrecht vergessen wurden. Hier spielen eine Fülle von Faktoren eine Rolle, von denen die ästhetischen wichtig sind, die soziologischen aber nicht vernachlässigt werden dürfen.
Trotzdem sieht meine Leseerfahrung wie folgt aus: Orientiere ich mich an dem sogenannten Kanon, finde ich herausragende Bücher vergleichsweise oft. Alle fünf, sechs Titel werde ich fündig. Lese ich Gegenwartsliteratur ist die Quote mindestens um ein fünf bis zehnfaches schlechter und wirklich angetan von einem Buch bin ich nur selten.
Es scheint mir also vernünftig zu sein, mein Leseverhalten so zu gestalten, dass ich die Zahl der exzeptionellen Bücher maximiere. Das gelingt mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch, dass ich mich an Klassiker halte oder mit Sicherheit, wenn ich mich meinen persönlichen Favoriten zuwende. Wobei es selbst hier Ausnahmen gibt: Die Zweitlektüre von „Schuld und Sühne“ war vor der Folie der enthusiastischen Erstlektüre vor fünfzehn Jahren ernüchternd, um ein Beispiel zu nennen.
Nun lebt aber die Literatur maßgeblich von der Gegenwart. Wenn nicht wir Bücherfreunde die ambitionierten aktuellen Bücher lesen, wer dann? Autoren, Verlage und Buchhändler sind auf uns angewiesen. Läse man nur noch Klassiker, bräche der Literaturbetrieb zusammen und damit auch die Chance für die Klassiker der Zukunft. Aber warum mit großer Wahrscheinlichkeit schlechtere Bücher lesen, wenn die Weltliteratur voll von leicht auffindbaren Sprachkunstwerken ist? Ein schwer zu lösendes Dilemma.

Teil 3

Bibliomane Betrachtungen (1)

[Aus dem Archiv]

Die guten Leutchen, fuhr er fort, wissen nicht, was es Einem für Zeit und Mühe gekostet, um lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht, und kann noch jetzt nicht sagen, daß ich am Ziele wäre.
(Goethe, aus den Gesprächen mit Eckermann)

Man liest von Lesern immer wieder, dass sich im Laufe des Lebens die Lesegewohnheiten verändern. In den letzten Jahren bestätigte sich das auch in meinem Fall. Vor dem Abitur und während des Studiums wollte ich mir möglichst schnell einen literarischen Überblick verschaffen. Ich bewegte mich kreuz und quer durch die Literaturgeschichte. Studienbedingt mit Fokus auf deutschsprachige Literatur, aber auch die Weltliteratur kam nicht zu kurz. Die deutsche Literaturgeschichte erlas ich mir ziemlich systematisch von den mittelhochdeutschen Klassikern bis zur Gegenwartsliteratur (Schwerpunkte 18. und 20. Jahrhundert). In den Gefilden der Weltliteratur durchstöberte ich gerne die berühmtesten Ecken. Die unverzichtbaren Russen (den kompletten Dostojewskij, die fabelhaften Romane Tolstois, die hinterhältigen Stücke Tschechows), den einschlägigen Franzosen (vom strengen Corneille über den oft formlos brillanten Balzac bis hin zum Stilneurotiker Flaubert), den schreibwütigen Engländern (wer den „Tristram Shandy“ nicht kennt, dem bleiben viele Möglichkeiten der Literatur verborgen), um nur einige zu nennen. „Don Quijote“ muss als singuläres Phänomen ebenso herausgehoben werden, wie das sprachliche Hochplateau Shakespeare.
In dieser Zeit las ich bis zu zweihundert Bücher jährlich und verschaffte mir sukzessiven Einblick in die Höhen und Tiefen der Sprachkunst. Der ständig wachsende literaturwissenschaftliche Werkzeugkasten war dabei ein nützlicher Begleiter. Die Gegenwartsliteratur kam durch diverse literaturkritische Aktivitäten auch nicht zu kurz.
Philosophisches wurde aus akademischen Gründen auch nicht vernachlässigt, allerdings liegt es in der Natur (besser: dem Geist) der Sache, dass philosophische Klassiker in kurzer Zeit nicht in großer Zahl zu lesen sind. Der Lektüreschwerpunkt bewegte sich an den beiden Enden der Philosophiegeschichte: Die alten Griechen (Platon!) auf der einen, die analytischen Philosophen aus dem 20. Jahrhundert auf der anderen Seite.
Diese exzessiven Lektüregewohnheiten hielten sich etwa bis Anfang Dreißig. Danach trat eine erst schleichende, bald nicht mehr zu übersehende Änderung ein. Ich las immer weniger in die Breite, um damit mein „empirisches“ Wissen um die Literatur zu vergrößern, sondern immer mehr in die Tiefe. Weniger schwammig ausgedrückt: Ich las eine Reihe von Büchern zum wiederholten Male. Das kam natürlich früher auch vor, speziell für die wissenschaftlichen Arbeiten, nahm aber einen weit geringen Stellenwert ein.
Aufmerksame Vielleser wissen, dass selbst die besten Lektüreerlebnisse vergleichsweise schnell verblassen. Als Literaturfreund sollte man aber eine Reihe der besten Bücher immer präsent haben. Ein Kunstfreund stellt seine Lieblingsgemälde ja auch nicht in den Keller, sondern sieht sie sich regelmäßig an.

Teil 2

Goethe: Die Wahlverwandtschaften [4.]

Münchner Ausgabe Bd. 9 (Amazon Partnerlink)

Dieser Roman gehört zweifellos zu meinen Favoriten und die vierte oder fünfte Lektüre änderte nichts an diesem Urteil, ganz im Gegenteil. Es ist ein makelloses Kunstwerk (soweit das möglich ist) und verdient eine ausführliche Beschäftigung. Goethes Kunstsprache ist brillant. Sie hält eine delikate Balance zwischen Künstlichkeit und Realismus. Dem Leser bleibt angesichts dieser elegant dahin fließenden Sätze immer bewusst, dass er es mit einem künstlichen Gebilde zu tun hat. Das trübt aber keinesfalls den realistischen Gehalt des Romans. Diese gelungene Kombination zwischen einem en detail konstruierten Werk auf der einen Seite und dem gesellschaftlichen Inhalt auf der anderen Seite, ist wohl Goethes größter ästhetischer Verdienst.

Das Buch gehört zweifellos zu den durchgeformtesten Werken Goethes und steht in dieser Hinsicht auch in der gesamten deutschsprachigen Romanliteratur ziemlich einsam da. Die perfekt komponierten großen Romane Thomas Manns kommen einem noch in den Sinn oder einige Romane Thomas Bernhards, der freilich eine völlig andere Ästhetik pflegt, und deshalb kein adäquater Vergleich ist.

Goethe selbst hat in seiner bescheidenen Art betont, „Die Wahlverwandschaften“ müsse man mindestens dreimal lesen. Um damit zu einem guten Verständnis zu gelangen, muss man aber schon ein geübter Leser sein, würde ich hinzufügen. Es gibt kein Detail im Buch ohne ästhetischen Mehrwert. Wer den Roman zum ersten Mal liest, möge sich darüber bewusst sein, dass jede Kleinigkeit seine ästhetische Funktion erfüllt. Es gibt eine Fülle von symbolischen und inhaltlichen Vor- und Rückverweisen („Isotopien“ wie Literaturwissenschaftler gerne sagen). Thomas Mann hat Goethes Technik sehr genau verstanden und diese dann zu seiner Leitmotivtechnik weiterentwickelt. Auch die Romanräume und deren Durchgestaltung, man denke nur an die Umgestaltung des Parks, ist keine unwichtigte Szenerie. Generell gibt es eine Menge an Anspielungen an mythologische, ikonographische und literarische Themen.

Beschreibt man die „Die Wahlverwandschaften“ formal jemanden, der das Buch nicht kennt, müsste dieser Zuhörer denken, er hätte es mit l’art pour l’art zu tun. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die Rezeption des 1809 erschienen Buches zeigt, dass man es nicht als gelungene, aber harmlose ästhetische Spielerei auffasste, sondern als Skandalroman. Besonders der novellistische Höhepunkte (Goethe plante ursprünglich eine Novelle für die „Wanderjahre“), nämlich der geistige Ehebruch von Charlotte und Eduard (beide schlafen miteinander imaginieren aber den Hauptmann bzw. Ottilie) schockierte die Zeitgenossen. Das Kind aus dieser Nacht hatte dann auch eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den beiden Abwesenden.
Das Portrait, welches Goethe vom damaligen Landadel zeichnet, den Eduard als Prototyp verkörpert, ist wenig schmeichelhaft. Diese Gesellschaftsschicht war damals nicht nur ökonomisch in einer Abwärtsspirale begriffen, was im Roman auch sehr deutlich wird (Verkäufe von Besitz, strenges Haushalten von Charlotte etc.). Der Leser sieht eine Klasse kurz vor ihrem endgültigen Untergang, der bald durch die industrielle Revolution und die Aufhebung feudaler Privilegien eingeleitet werden wird.

Als sei das alles noch nicht ausreichend, packt Goethe eine weitere Ebene dazu: Die naturwissenschaftliche Analogie wie sie im Titel zum Ausdruck kommt. Er geht auf die 1785 erschienene deutsche Übersetzung des schwedischen Werks
Tobern Bergman zurück: „Wahlverwandschaften“ (original „De attractionibus electivis“). Dieser Brückenschlag zwischen Literatur und Naturwissenschaften war damals ein ziemlich avantgardistisches Unterfangen und zeigt Goethes Ablehnung jeglichen Schubladendenkens. Dass Goethe, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auf naturwissenschaftlichem Feld ein sturer Dilettant war, ändert nichts daran.

Diese kurzen Andeutungen, warum mich dieses Buch immer wieder fasziniert, mögen an dieser Stelle genügen. Wer den Roman aufmerksam liest, wird eine Fülle weiterer Aspekte finden.

Augustinus’ Gottesstaat

Meine bisherigen Notizen zum „Gottesstaat“ finden sich nun versammelt hier [koellerer.de]. Die restlichen Bücher 11-22 kommen in den nächsten Monaten an die Reihe.

Addendum Dez. 2009: Hier eine Einzelaufstellung der „Gottesstaat“-Reihe:

  • Teil 1: Bücher 1 & 2
  • Teil 2 Bücher 3 & 4
  • Teil 3 Buch 5
  • Teil 4 Bücher 6 & 7
  • Teil 5 Bücher 8-10
  • Und hier die oben erwähnten weiteren Teile:

  • Teil 6 Buch 11
  • Teil 7 Buch 12
  • Teil 8 Buch 13
  • Teil 9 Buch 14
  • Teil 10 Buch 15
  • Teil 11 Buch 16
  • Teil 12 Bücher 17 & 18
  • Teil 13 Buch 19
  • Teil 14 Bücher 20 & 21
  • Teil 15 Buch 22
  • Lessing: Schriften gegen Goeze

    WBG Werkausgabe Band 8

    Die öffentliche Auseinandersetzung des Aufklärers Lessings mit dem Hamburger Hauptpastor Johann Melchior Goeze (1717-1786) zählt zu den berühmtesten publizistischen Kontroversen des 18. Jahrhunderts. Wer nun dächte, diese Schriften seien „nur“ aus geistesgeschichtlichen Interesse lesenswert, täuschte sich. Lessings Religionskritik ist angesichts des zunehmenden Fundamentalismus (nicht nur des islamischen wohlgemerkt) aktueller als wünschenswert. Stilistisch sind Lessings Polemiken brillant, selbst mit ausschließlich ästhetisch-literarischem Fokus lohnte die Lektüre.

    Auslöser der Kontroverse war Lessings Veröffentlichung der Reimarus-Fragmente einige Jahre vorher, von denen hier an anderer Stelle bereits ausführlich die Rede war. Man sollte sie vor den Schriften gegen Goeze lesen, da ansonsten viele Bezüge unklar sind.

    An dieser Stelle ist ein Lob angebracht: Die von Herbert G. Göpfert herausgebene und Ende der siebziger Jahre herausgebenen „Werke in acht Bänden“ ist eine vorzügliche Edition für Leser. So finden sich im achten Band nicht nur alle Schriften Lessings gegen Goeze (publiziert und aus dem Nachlass, etwa 350 Seiten), sondern auch die Antworten des protestantischen Fundis in voller Länge. Ergänzt durch einen ausführlichen und genauen Kommentar zur Kontroverse im Anhang.

    Goeze griff Lessing wegen der Publikation der Fragemente scharf an. Lessing sollte ihn die atheistische Ecke gestellt werden, was damals existenzbedrohend war. Gleichzeitig versuchte der Pastor durch geschickte Vergleich die Aufmerksamkeit der Behörden zu erregen: Er vergleicht fundamentale Religionskritik immer wieder mit Herrschaftskritik (berechtigterweise muss man anfügen). Lessing gerät deshalb etwas in die Defensive, da eine fundamentale Relgionskritik öffentlich zu üben, nicht möglich ist. Deshalb wehrt er sich vehement gegen den Atheismusvorwurf und bringt zahlreiche Argumente, warum rationaler Diskurs in theologischen Fragen der Religion nützt. Goezes autoritäres Weltbild verrät sich besonders schön durch ein vorgebliches Einlenken: Kritik sei ja schön und gut, aber Lessing hätte sie auf Lateinisch veröffentlichen müssen, damit nicht die Gefahr bestehe, unbedarfte Gläubige zu verunsichern Die Schriften sind also auch sehr lehrreich, wenn man verstehen will, warum Religion und Freiheit gegenläufig sind.

    |<..2345
    • RSS Feed for Posts
    • RSS Feed for Comments
    • Twitter
    • XING

    Aktuell in Arbeit

    „Die Presse“ meint:

    "Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
    (5. Januar 2013)

    Kategorien

    Tweets