The Killing of a Sacred Deer

Filmcasino 14.1. 18

GB/IR 2016
Regie: Yorgos Lanthimos

Was für ein außergewöhnlicher Film. Ein cineastisches Meisterwerk? Ein antiaufklärerisches Propagandastück? Beim ersten Ansehen fällt es schwer, sich eine Meinung zu bilden. Der Film beginnt harmlos und sympathisch. Im Mittelpunkt steht eine Oberklasse-Ärztefamilie. Der Vater kümmert sich rührend um den psychisch labilen Sohn eines ehemaligen Patienten, der die Herzoperation leider nicht überlebte. Die Idylle dauert nur kurz: Der kleine Sohn wird mysteriös krank, und es entspinnt sich eine düster dämonische Rachegeschichte. Diese spiegelt als Kontrapunkt semantisch geschickt den naturwissenschaftlichen Beruf des Vaters: Das Irrationale übernimmt. Das ist sehr eindringlich und spannend inszeniert. Man geht mit jeder Menge Fragen aus dem Kino. Sollten Filmfreunde nicht versäumen.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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