Verdi: La Traviata

Wiener Staatsoper 27.9. 17

Dirigent: James Gaffigan
Regie: Jean-Francois Sivadier
Violetta Valéry: Olga Peretyatko
Flora Bervoix: Ilseyar Khayrullova
Annina: Bongiwe Nakani
Alfredo Germont: Jean-François Borras
Giorgio Germont: Paolo Rumetz
Gaston: Carlos Osuna

Meine Opernsaison eröffnet eine unerwartet makellose La Traviata. Statt auf das übliche italienische Stimmenspektakel setzen alle Beteiligten sehr überzeugend auf die lyrische Seite von Verdis Musik. Die leisen Töne werden differenziert statt effekthascherisch gesungen – und das auf durchgehend hohem Niveau. Besonders herausragend gab Paolo Rumetz den Widersacher der Violetta. Auch der Chor phrasiert deutlich präziser als bei meinen letzten Besuchen.
Weniger überzeugend finde ich die Inszenierung, welche viel mit vom Bühnendach herabgelassenen Bildern wie Wolken arbeitet. Der semiotische Mehrwert vieler dieser Ensembles war in meinen Augen nicht schlüssig bzw. teilweise sogar widersprüchlich.

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„Die Presse“ meint:

"Aber das Internet ist nicht schuld daran, dass Zeitungen reihenweise ihre Literaturseiten „gesundschrumpfen“. Vielmehr hat es das Monopol der traditionellen Medien auf seriöse Literaturkritik gebrochen. Blogs wie die „Notizen“ des promovierten österreichischen Literaturwissenschaftlers Christian Köllerer (koellerer.net) zeigen: Es gibt genug Qualität, man muss sie nur suchen."
(5. Januar 2013)

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